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Millionen-Betrug bei den SBB

Bei den SBB ist ein Millionenbetrug aufgeflogen. Das Unternehmen hat gegen einen ehemaligen Mitarbeiter Strafanzeige wegen mutmasslicher Veruntreuung eingereicht. Die heute bekannte Deliktsumme beträgt knapp vier Mio. Franken.

Die Unregelmässigkeiten in der Buchhaltung wurden Anfang letzter Woche bei einer Routinekontrolle entdeckt, wie die SBB am Sonntag (14.01.) in einem Communiqué mitteilten. Die mutmasslichen unrechtmässigen Finanztransaktionen erfolgten im Verlauf des letzten Jahres.

Der betreffende Mitarbeiter sei im Jahr 2000 freiwillig aus dem Unternehmen ausgeschieden, heisst es weiter. Das genaue Vorgehen bei der Veruntreuung werde abgeklärt. Zuständig sei das Untersuchungsrichteramt III Bern-Mittelland. Wegen Verdunkelungsgefahr hätten die SBB bis am Sonntag mit der Information zugewartet.

Über den Fall berichtete am Tag der Veröffentlichung bereits der "SonntagsBlick". Seinen Angaben zufolge ist der angeschuldigte ehemalige SBB-Mitarbeiter unterdessen mit seiner Familie nach Brasilien ausgewandert. Er besitze dort ein Haus am Meer.

Da er mit einer brasilianischen Staatsbürgerin ein Kind hat, kann er voraussichtlich nicht an die Schweiz ausgeliefert werden.

swissinfo und Agenturen

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