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Mit dem Rücken zu Gross-Basel

Der Vogel Gryff zeigt Gross-Basel immer seinen Hintern.

(Keystone)

Klein-Basel hat am Samstag seinen "Ehrentag" gefeiert: das Fest des "Vogel Gryff". Die drei traditionellen Figuren "Vogel Gryff", "Leu" und "Wild Maa" führten ihre Tänze auf der Strasse vor viel Publikum auf.

Die drei pittoresk kostümierten Figuren sind die Wappenhalter der drei zunftartigen "Ehrengesellschaften" ("Drei E.") von Klein-Bbasel, dem rechtsrheinischen Teil der Stadt.

Das jedes Jahr zu Jahresbeginn durchgeführte spektakuläre Ritual ist ein Publikumsmagnet - auch bei stürmischem Wetter wie am Samstag (27.01.), bewunderten 10'000 Zuschauerinnen und Zuschauer das Spektakel.

Um halb elf Uhr jeweils startet der "Wild Maa" zur Flossfahrt den Rhein hinunter. Nach rund 25 Minuten landet er, von Böllerschüssen begleitet, unterhalb der Mittleren Brücke auf der Kleinbasler Seite.

Sein Kostüm besteht aus mit Äpfeln behängten Häuten und er trägt eine, mit ihren Wurzeln ausgerissene, Fichte - Fruchtbarkeits- und Frühlingssymbole. Kinder versuchen die Äpfel an seinem Kostüm zu stehlen. Er jedoch wehrt sich und schlägt mit der Fichte um sich.

Am Landesteg trifft er den "Vogel Gryff" und den "Leu" und gemeinsam bewegen sie sich dann, den Rücken stets Gross-Basel zugewandt, langsam tanzend, hoch zur Brückenmitte.

Uralter Brauch

Das Fest war wohl einst die vorstädtische Antwort der Minderen Gesellschaft von Klein-Basel gegenüber den mächtigen Zünften von Gross-Basel. Heute sind sie alle soziale Organisationen, früher verantwortlich für den Schutz der Stadt und teilweise als Feuerwache und Polizei tätig.

Die Legende vom "Wild Maa", dem "Leu" und dem "Vogel Gryff", gehen vermutlich auf das dunkelste Mittelalter zurück, aber sie lebt in Basel jedes Jahr im Januar, mit dem "Vogel Gryff" neu auf.

Erstmals Frauen dabei

Ganz neu war am traditionsreichen Anlass die Öffnung des geschlossenen Festaktes auch für geladene Frauen: Am Ehrentisch sassen fünf Frauen, darunter drei Regierungsrätinnen, und im Saal zwei weitere - eine Premiere nach 700 Jahren "Gryffe-Möhli".

swissinfo und Agenturen


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