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MLP hofft auf das vierte Quartal - Sparkurs stoppt Gewinnrückgang (AF)

Dieser Inhalt wurde am 11. November 2009 - 13:10 publiziert

WIESLOCH (awp international) - Der Finanzdienstleister MLP hofft auf das vierte Quartal. Das Jahresendgeschäft habe eine enorme Bedeutung für die Finanzdienstleister, sagte MLP-Chef Uwe Schroeder-Wildberg am Mittwoch in Wiesloch. In Vergangenheit habe MLP meist 50 Prozent und mehr des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) am Jahresende erwirtschaftet. Bereits im Oktober habe das Geschäft angezogen. "Wir rechnen mit einer weiteren Belebung in den kommenden Wochen."
Insgesamt bleibe es das Ziel von MLP, sich in diesem Jahr besser zu entwickeln als der Markt. Das Umfeld bezeichnete Schroeder-Wildberg allerdings nach wie vor als "herausfordernd". Wegen der Wirtschaftskrise halten sich die Kunden vor allem bei Altersvorsorge und Finanzanlagen zurück. Allerdings rechnet der MLP-Chef damit, dass sein Unternehmen im vierten Quartal noch einmal überdurchschnittlich von der geplanten Kostensenkung profitieren wird. Bislang hat der Finanzdienstleister in diesem Jahr 17,1 Millionen Euro an Fixkosten eingespart, im Gesamtjahr sollen es 24 Millionen Euro sein.
UMSATZERLÖSE SINKEN WIE ERWARTET
Im dritten Quartal verhalf der harte Sparkurs dem Finanzdienstleister bereits zu einem Gewinnplus. An der Börse wurde das bis zum Mittag mit einem Kursanstieg der MLP-Aktie von knapp drei Prozent belohnt. Händler und Analysten zeigten sich grösstenteils positiv überrascht von der Gewinnentwicklung. Equinet-Analyst Philipp Hässler lobte vor allem die EBIT-Margen. Unterm Strich verdiente MLP mit den fortgeführten Geschäftsbereichen im dritten Quartal 5,1 Millionen Euro nach 1,4 Millionen Euro im Vorjahr. Im vierten Quartal will MLP den Verkauf des defizitären Österreich-Geschäfts an Aragon abschliessen. Der operative Gewinn (EBIT) verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 7,1 Millionen Euro.
Doch die Umsatzerlöse, die sich aus Provisionen und Zinsen zusammensetzen, sanken erneut um sieben Prozent auf 109,4 Millionen Euro. Vor allem bei der Altersvorsorge und in der Vermögensverwaltung halten sich die Kunden weiter zurück, auch wenn sich im Vergleich zum zweiten Quartal eine leichte Besserung abzeichnete. Die Provisionserlöse bei Kranken- und Sachversicherung legten unterdessen auch im Vergleich zum Vorjahr zu. Im Bereich Finanzierung stiegen die Erlöse sogar um 36 Prozent, weil sich mehr Deutsche Geld ein Eigenheim wünschten.
BERATERZAHL GEHT LEICHT ZURÜCK
Beim verwalteten Vermögen erreichte MLP mit 12,5 Milliarden Euro nach eigenen Angaben einen neuen Rekordwert. Die Zahl der Kunden stieg auf 781.000. Allerdings verlor MLP gegenüber dem zweiten Quartal einige Berater (Ende September: 2.360). "Das steht natürlich auch bei uns im Fokus, ist aber nicht alleiniger Faktor für Wachstum", sagte Schroeder-Wildberg. MLP habe gute Bewerberzahlen, sei aber in Einstellungen noch nicht so weit gekommen wie geplant./gr/stw/zb

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