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Montesinos wehrt sich gegen Aufdeckung seiner Schweizer Konten

Der peruanische Ex-Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos. Keystone

Der peruanische Ex-Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos wehrt sich im Falle seiner Schweizer Konten gegen die Lüftung des Bankgeheimnisses. In der Schweiz ist unterdessen ein formelles Rechtshilfegesuch Perus in Sachen Montesinos-Gelder eingetroffen.

Dieser Inhalt wurde am 11. Dezember 2000 - 20:07 publiziert

Montesinos habe einen Anwalt angestellt, der die Aufhebung des Schweizer Bankgeheimnisses betreffend seiner Gelder verhindern solle, sagte der peruanische Sonderermittler Jose Ugaz am Montag (11.12.) gegenüber den peruanischen Medien. In der Schweiz wurden bisher rund 70 Mio. Dollar auf 17 Konten aus dem Umfeld von Montesinos blockiert. Gemäss Ugaz hatte Montesinos den Schweizer Behörden erklärt, dass das Geld von Fischereifirmen stamme, die seiner Familie gehörten.

Wie der Zürcher Bezirksanwalt Dieter Jann am Montag erklärte, ist das von Peru erwartete Rechtshilfegesuch in der Montesinos-Affäre inzwischen in der Schweiz eingetroffen. Gegen eine der angeordneten Vermögenssperren sei bereits ein Rekurs eingereicht worden, aber nicht von Montesinos selber. Jann bezeichnete diese Beschwerde als aussichtslos.

Schweizer Rechtshilfegesuche an Peru und Russland

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Bezirksanwaltschaft stammen die blockierten Gelder aus Kommissions-Zahlungen im Zusammenhang mit Waffengeschäften zwischen Peru und Russland. Laut Jann hat die Bezirksanwaltschaft ihrerseits Rechtshilfegesuche an Peru und Russland in der Angelegenheit gestellt.

Montesinos galt in Peru jahrelang als starker Mann hinter dem inzwischen zurückgetretenen Präsidenten Alberto Fujimori. Nach einem Bestechungsskandal war er in diesem Herbst zunächst ausser Landes geflohen. Später kehrte er aus Panama zurück und tauchte unter.

Die Schweizer Konten wurden entdeckt, als sich betroffene Banken bei der Meldestelle für Geldwäscherei des Bundes meldeten.

swissinfo und Agenturen

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