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Montreux teils im Schatten der Fussball WM

Das diesjährige Montreux Jazz Festival ist am Samstag gemäss Organisatoren erfolgreich zu Ende gegangen. Rund 85 Prozent der Karten wurden verkauft. Gelitten hat das Festival unter der Fussballweltmeisterschaft in Südafrika: In der ersten Woche blieben die verkauften Eintritte unter den Erwartungen.

In der zweiten Festivalwoche hingegen waren die Besucherzahlen gemäss Generalsekretär Mathieu Jaton überdurchschnittlich hoch, was die Bilanz etwas ausglich.

Insgesamt waren 23 der 33 Veranstaltungen ausverkauft – das Auditorium Strawinsky bei 14 der 17 Konzerte, die Miles Davis Hall an 9 der 16 Abenden. Inklusive der Gratiskonzerte sind über 200'000 Musikfans an den Genfersee gereist.

Die 44. Ausgabe des Montreux Jazz Festivals war musikalisch abwechslungsreich. Stars von Weltformat traten auf, von Dead Weather über Charlotte Gainsbourg bis zu Keith Jarrett. Nicht zu vergessen die altehrwürdigen in der Branche: Roxy Music, Billy Idol oder Simply Red.

Für eine Weltpremiere sorgte das Festival mit der dreidimensionalen Übertragung des Konzerts von Quincy Jones mit den Global Gumbo Stars – Musiker die grösstenteils in Montreux entdeckt wurden – sowie jenem von Herbie Hancock ins Petit Palais von Montreux.

Als Gast der letzten Minute fand sich Roman Polanski zu einem ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Freilassung ein: Der polnisch-französische Filmemacher wohnte am Samstagabend – abgeschirmt in einer Balkon-Loge – dem rund einstündigen Konzert seiner Frau Emmanuelle Seigner bei.

In seiner Bilanz verschwieg der Patron Claude Nobs nicht, dass es auch Tiefpunkte gab, etwa das Konzert von Missy Elliott. Ob es an den schwach besuchten Abenden am Montag weiterhin Konzerte geben werde, ist noch unklar.

Seine Nachfolge betreffend sagte Nobs: "Es wird uns sicher gelingen, andere Verrückte zu finden." Das Festival werde auch ohne ihn weiter bestehen, zumal die Stadt Montreux hinter diesem stehe, sollte es Probleme geben.

swissinfo.ch und Agenturen


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