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Multimedia-Erlebnis auf der Gotthardstrecke

2007 feiert die Gotthardbahn ihr 125-jähriges Bestehen. Ab 24. März wird ein neuer Wagen am Gotthard eingesetzt. (Bild: SBB)

Die Faszination der Kehrtunnels und die Sehenswürdigkeiten der Gotthardstrecke hautnah erleben: Das ermöglicht die Gotthardbahn im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums.

Im neuen PanGottardo-Wagen mit seinen 26 drehbaren Sitzen und 17 Flachbildschirmen sind die Passagiere bis Ende Oktober Teil eines Multimedia-Erlebnisses.

Drehsitze und Filmsequenzen zum Thema "Gotthard" werden den Bahnreisenden im Spezialwagen PanGottardo geboten. Im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums der Gotthardbahn ist die Spezialanfertigung bis 28. Oktober im Einsatz.

Wenn es im Bahnwagen ruckelt und zuckelt, ist es für einmal absichtlich. Denn im PanGottardo wurden 26 drehbare Sitze eingebaut, wie die SBB am Freitag mitteilten.

Dank ihnen würden Bahnreisende zwischen Arth-Goldau und Bellinzona in beiden Fahrtrichtungen "Teil eines multimedialen Erlebnisses".

Auf diesen Streckenabschnitten werden die Sitze fix ausgerichtet: Bei den Reisen ins Tessin Richtung Südpol, bei den Fahrten von Locarno nach Arth-Goldau Richtung Nordpol. Dadurch entstehe der Effekt, dass sich der Wagen in Kehrtunnels um die Reisenden drehe.

Knöpfe drücken, Filme schauen

Während der restlichen Reisedauer kann die Position der Drehstühle individuell per Knopfdruck bestimmt werden. Neben dem Dreh-Effekt der Sitze werden auch Filmeinspielungen angeboten.

Über 17 Flachbildschirme sowie Kopfhörer mit individueller Sprachwahl kann man sich über diverse Gotthard-Themen informieren: beispielsweise über die Geschichte der Gotthardbahn, den Gotthard als Transitachse, die Streckenwächter im Gotthardtunnel, über Natur und Energie sowie über die sieben Kehrtunnels.

Die Gesamtkosten (Umbau, Bordtechnik, Produktion der Kurzfilme) für die "Weltneuheit" belaufen sich auf 750'000 Franken.

Reisende, die im Jubiläums-Wagen fahren wollen, müssen ein Billett für die 1. Klasse lösen sowie einen Zuschlag von 25 Franken bezahlen. Zudem ist die Reservation obligatorisch. Der PanGottardo verkehrt täglich auf der Gotthardstrecke zwischen Basel, Zürich und Locarno.

Zahlreiche Sonderveranstaltungen

Das 125-Jahr-Jubiläum der Gotthardbahn wurde im Oktober 2006 mit der Eröffnung des ersten Autobahn-Bahnhofs in Erstfeld gestartet. Bis im Oktober 2007 sind noch diverse Veranstaltungen vorgesehen.

In Göschenen wird beispielsweise im Sommer das Freilichtspiel "D'Gotthardbahn" aufgeführt.

Finanziert wird das Jubiläum zur Hauptsache von den SBB mit einer Million Franken. Die Kantone Uri und Tessin beteiligen sich mit je 200'000 Franken. Dazu kommen Beiträge von Dritten.

Die Gotthard-Bahnlinie wurde am 1. Juni 1882, nach rund zehnjähriger Bauzeit, in Betrieb genommen. Der Schweizer Wirtschaftspionier Alfred Escher, Gründer der Schweizerischen Kreditanstalt und der Nordostbahn, war Initiant und Bauherr der Strecke.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Nach Eröffnung der Neuen Eisenbahn-Transversale (NEAT) wird die alte Gotthard-Bergstrecke an Bedeutung verlieren.

Das neue Gotthard-Basistunnel als NEAT-Bestandteil und längstes Tunnel der Welt wird ab dem Jahr 2015 die Transitfunktion übernehmen.

Was dann mit der alten Bahnstrecke passiert, ist immer noch unklar. Eine Stilllegung ist nicht auszuschliessen.

Die Gotthardregion könnte touristisch als eigene Marke positioniert werden, um das touristische Potenzial der Region besser zu nutzen.

Damit liesse sich auch die alte Bahnstrecke touristisch nutzen.

Noch hat die Landesregierung aber die alte Gotthard-Strecke nicht in die Liste der Kandidaturen für das Unesco-Welterberbe aufgenommen.

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