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Amphibien Begegnung mit dem Alpensalamander

Der Alpensalamander ist ein eigentümliches Wesen. Er unterscheidet sich von anderen Amphibien durch seine ungewöhnliche Fortpflanzung, aber auch durch die Fähigkeit, Kälte zu ertragen.

Während andere Amphibien typischerweise Eier oder Larven legen, bringt das Alpensalamander-Weibchen nach einer zwei- bis vierjährigen Schwangerschaft ein oder zwei vollständig entwickelte Junge zur Welt. Die Neugeborenen haben eine Länge von 3 bis 5 Zentimeter. Ein ausgewachsenes Tier misst 13 bis 16 cm.

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Wilde Naturwelt der Schweiz

In dieser zwölfteiligen Serie stellen wir Ihnen einige spezielle Tier- und Pflanzenarten der Schweiz vor.

In der Schweiz sind Amphibien seit 1967 generell geschützt. Sie gehören zu den am meisten gefährdeten Arten. Obwohl der Alpensalamander nicht betroffen ist, muss sein Lebensraum laut Biologen geschützt werden: felsige, nicht zu trockene Alpweiden mit magerer Vegetation.

Das glänzend schwarze Wesen, das schattige und feuchte Räume zum Beispiel entlang von Bächen oder in Schluchten bevorzugt, lebt im Norden der Schweizer Alpen und im Kanton Graubünden in Höhen zwischen 800 und 2500 Metern über Meer. Die Tiere halten sich meistens im Verborgenen auf, unter Steinplatten, Holz, Wurzeln oder in Felsspalten.

"Es sind wirklich coole Lebewesen", sagt Lukas Keller, Professor am Departement für Evolutionsbiologieexterner Link der Universität Zürich. "Sie faszinieren mich immer wieder, wenn ich sie in den Bergen entdecke." Amphibien erzeugen keine Körperwärme. Ihre Temperatur schwankt mit der Aussentemperatur. "Sie können in Höhen von bis 2500 m ü. M. leben, wo es sehr kalt werden kann. Es ist verblüffend", sagt Keller.

Der Alpensalamander überwintert und kommt mit sehr niedrigen Temperaturen zurecht. Während der warmen Jahreszeit jagt er nachts, tagsüber versteckt er sich unter Felsen oder Ästen.

Alpensalamander Fakten

Lebenserwartung: bis 15 Jahre

Körperlänge: 13 bis 16 cm

Nahrung: Würmer, Spinnen, Insekten, Schnecken, Larven

Vorkommen: 800 bis 2500 m ü. M.

Schutzstatus: nicht gefährdet

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