Navigation

Skiplink navigation

Ein Vogel, der unter der Dusche singt

Dieser kleine, rundliche Vogel mit dem weissen Latz ist der einzige Singvogel, der schwimmt und taucht. Er fliegt sogar durch Wasserfälle! Um zu gedeihen, braucht der "Taucher" unverbaute und störungsarme Wasserwege mit sicheren und ruhigen Nistplätzen.

Dieser Inhalt wurde am 21. November 2017 - 11:00 publiziert
Susan Misicka und Julie Hunt

​​​​​​​

BirdLife Schweiz kürt die Wasseramsel zum "Vogel des Jahres 2017". Der Singvogel kann schwimmen und in Bäche und Flüsse tauchen, um Nahrung wie Insektenlarven zu fischen. Bis zu 15 Sekunden kann sein Tauchgang dauern, bevor er aufsteigt, Luft holt und erneut untertaucht.

Die Wasseramsel hat grosse flaumige Federn. Das Federkleid ist wasserdicht, weil sich der Vogel regelmässig mit dem Sekret der Bürzeldrüse einstreicht. Diese Drüse ist beim "Taucher" viel grösser als bei anderen Singvögeln. Sein Schwanz ist ziemlich kurz.

BirdLife Schweiz wählte die Wasseramsel zum "Vogel des Jahres", weil es ein "perfekter Botschafter" ist, um naturnahe Wasserwege auch im Siedlungsraum zu fördern.

"Es ist leicht möglich, in Siedlungsgebieten Bäche und Flüsse so zu planen, dass sie den Bedürfnissen von Mensch und Natur entsprechen", sagt Christa Glauser, stellvertretende Geschäftsführerin von BirdLife Schweiz. Zum Beispiel durch Beruhigungsmassnahmen an bestimmten Gewässerabschnitten, um den Wasserlebewesen störungsarme Lebensräume zu bieten. Gefördert werden kann die Vogelart auch mit Nistkästen unter Brücken.

Fakten zum "Vogel des Jahres"

Länge: 18cm

Nahrungsquelle: Schnecken, Garnelen und Insektenlarven

Reproduktion: Anfang März legen die Weibchen 5 bis 6 Eier. Nach 16 Tagen schlüpfen die Jungen. Wenn sie sechs Wochen alt sind, suchen Wasseramseln eigene Nistplätze.

Wo sind sie zu finden: An fliessenden Gewässern, von den Niederungen bis zu 2500 m ü.M.

Schutzstatus: Nicht gefährdet

End of insertion

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen