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Dokumentarische Fotografie Verunstaltete Porträts von Flüchtlingen

Diese Fotoserie ist das Ergebnis von Vandalismus: Ausgestellte Porträts von Flüchtlingen, die in der Schweiz um Asyl gebeten haben, wurden aus Fremdenfeindlichkeit verunstaltet.

Ursprünglich wurden die Fotos im Rahmen der Anti-Rassismus-Woche von den Flüchtlingen selbst auf einem Platz in Genf auf den Boden geklebt. Sie wurden jedoch über Nacht beschädigt und mussten entfernt werden – aber zuvor wurden sie nochmals fotografiert.

Das erlaubt eine Art Nacherleben der Erfahrung von Flüchtlingen, mit einer Fotoserie, deren Bilder komplexer und anspruchsvoller als die Originale sind.

Die Fotoserie ist dokumentarisch und sehr persönlich. Mark Henleyexterner Link – der zwei Mal als "Swiss Press Photographer of the Year" prämiert wurde – fängt mit den Bildern geschickt die Ablehnung und Ressentiments ein, mit denen die Flüchtlinge häufig konfrontiert werden. Im Februar 2017 erhielt die Serie den "Award of Excellence" im US-amerikanischen Wettbewerb "Pictures of the Year".

Die Originalserie zeigte Porträts von Flüchtlingen aus so verschiedenen Ländern wie Togo, Mali, Guinea, Ghana, Sudan, Eritrea, Somalia, Algerien, Afghanistan, Indien, Pakistan, Sri Lanka, Irak und Syrien. Sie war in Zusammenarbeit mit dem Kunstprojekt "Inside Out" des französischen Künstlers JR und dem "Hospice général" in Genf erstellt worden. Letzteres trägt die soziale Verantwortung für Flüchtlinge im Kanton Genf.

(Bilder und Text: Mark Henley)