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#swisshistorypics Pressebilder aus der Dunkelkammer

Pressebilder schockieren, informieren, vermitteln und überraschen – sie berühren uns. In der Ausstellung «Netzwerk Schweizer Pressefotografie» in Aarau wird dem Bild von der Auftragserteilung bis zur Veröffentlichung in der Zeitung nachgegangen. Der Blick hinter die Kulissen zeigt das Netzwerk der beteiligten Akteurinnen und Akteure, ihre unterschiedlichen Berufsfelder und ihre Zusammenarbeit für die Produktion.

Mit der Digitalisierung hat die analoge Pressefotografie ausgedient und einen riesigen, vielfältigen Bilderschatz hinterlassen. Diese noch weitgehend unerforschten Fotobestände bilden neben der Kunst- und Autorenfotografie eine eigene Kategorie mit spezifischen Rahmenbedingungen und Produktionsformen. 

Zeitlich fokussiert die Ausstellungexterner Link auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und wirft so einen Blick zurück auf die Arbeitspraxis, als ein fotografisches Bild noch auf Film belichtet und im Labor vergrössert wurde, als die Retuscheurinnen nicht vor dem Bildschirm, sondern in feinster Handarbeit direkt auf den Abzügen und Negativen arbeiteten und die Agenturen ihr Bildmaterial per Postbote oder Zugsendung an die Abonnenten versandten.

Mit über 500 Objekten und Fotografien zeigt die Ausstellung die Ästhetik der Pressefotografie. Vom Queen-Besuch im Jahr 1980 über die Lawinenkatastrophe in Mattmark bis hin zu Sieg und Jubel an Fussballcups - die ausgewählten Pressebilder zu den Themen Politik, Unwetter und Sport machen immer wiederkehrende Bildmotive und ihre Veränderung im Laufe der Zeit sichtbar. Die verwendeten Aufnahmen stammen aus dem Ringier Bildarchiv und weiteren Pressebildbeständen der Schweiz.