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MÜNCHEN (awp international) - Die Katastrophen in Japan, Australien und Neuseeland haben den weltgrössten Rückversicherer Munich Re zu Jahresbeginn tief in die roten Zahlen gerissen. Infolge von Erdbeben, Tsunami, Hochwasser und Sturm werde das Ergebnis für das erste Quartal "deutlich negativ ausfallen", sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch bei der Hauptversammlung des Konzerns in München. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand dennoch weiterhin mit einem Gewinn. Wie hoch dieser ausfallen soll, liess der Manager offen. Allerdings dürften die immensen Katastrophenschäden die Preise im Rückversicherungsgeschäft nach oben treiben, schätzt er. Die Aktie drehte nach den Neuigkeiten ins Minus.
Insgesamt erwartet der Münchner Dax-Konzern, dass er für Schäden durch Naturkatastrophen im ersten Jahresviertel mit 2,7 Milliarden Euro geradestehen muss. Dies sei gut 14-mal so viel wie im langjährigen Durchschnitt. Mit 1,5 Milliarden Euro soll mehr als die Hälfte der Belastung auf das Erdbeben und den Tsunami in Japan entfallen, weitere 1,1 Milliarden auf die Ereignisse in Australien und Neuseeland. Im Nordosten Australiens hatten Überschwemmungen und der Zyklon Yasi schwere Schäden angerichtet. Die neuseeländische Stadt Christchurch wurde im Februar zum zweiten Mal binnen eines halben Jahres von einem Erdbeben erschüttert. Vor einem Jahr hatte die Munich Re im ersten Quartal noch fast 500 Millionen Euro verdient.
VORSTAND HÄLT GELD ZUSAMMEN
Schon Ende März hatte die Munich Re daher ihr bisheriges Ziel gekippt, im Gesamtjahr einen Gewinn von 2,4 Milliarden Euro einzufahren. Zudem hält der Vorstand das Geld des Konzerns zusammen. Der Rückkauf eigener Aktien, der nach der Hauptversammlung eigentlich in eine neue Runde hätte gehen sollen, wird zunächst nicht wieder aufgenommen.
Zu kämpfen hat auch die Konzerntochter Ergo. Der Erstversicherer musste im weltweiten Schaden-Unfall-Geschäft erneut Belastungen verkraften. Bereits im Jahr 2010 hatten die Beitragseinnahmen in dem Segment nicht ausgereicht, um die Kosten für Schäden und Verwaltung zu decken.
Nachdem die Munich Re im Jahr 2010 einen Gewinn von 2,4 Milliarden Euro erzielt hat, sollen die Aktionäre bei der Hauptversammlung einer um 50 Cent auf 6,25 Euro steigenden Dividende zustimmen. Ausserdem steht eine Ermächtigung für den Aktienrückkauf auf der Tagesordnung, nach der der Konzern bis zu zehn Prozent der Anteilsscheine zurückerwerben kann./stw/tw

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