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STUTTGART (awp international) - Der Autozulieferer Mahle greift dem klammen Kühlerspezialisten Behr unter die Arme. Der Kolbenspezialist steigt schrittweise bei dem angeschlagenen Unternehmen ein, berichteten beide Unternehmen mit Sitz in Stuttgart am Montag. Mahle wolle sich durch eine einseitige Kapitalerhöhung beteiligen. Im laufenden Jahr zunächst mit 19,9 Prozent, dann Anfang kommenden Jahres soll die Beteiligung auf 36,85 Prozent erhöht werden. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die Kartellbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen.
Mahle-Chef Heinz Junker sagte, die Beteiligung eröffne beiden Firmen für die Zukunft erhebliches Zusatzpotenzial am Markt für Antriebe bei Autos und Lastwagen. Der Vorsitzende der Behr- Geschäftsführung, Markus Flik, betonte, die Kooperation schaffe für das Unternehmen zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten. Mittelfristig sieht Junker für Mahle und Behr ein gemeinsames Umsatzpotenzial von zehn Milliarden Euro.
Bislang halten die Familiengesellschafter an Behr 77,4 Prozent der Anteile und eine LBBW-Tochter 22,6 Prozent. Mahle hat die Möglichkeit, vom Jahr 2013 an die Mehrheit an dem Kühlerhersteller zu übernehmen. Der Automobilzulieferer hatte im vergangenen Jahr mit roten Zahlen zu kämpfen. Die Eigenkapitalquote betrug Ende des Jahres nur noch 12,8 Prozent. Mit dem Einstieg von Mahle soll sie Anfang 2011 auf über 20 Prozent steigen.
Behr wird mittlerweile von der wiederanziehenden Autokonjunktur beflügelt. Im ersten Halbjahr 2010 hatte der Kühlerspezialist mit weltweit 16.000 Mitarbeitern den Umsatz um 45 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro ausgebaut. Das Ergebnis vor Steuern lag bei zwölf Millionen Euro. Mahle erzielte mit seinen 43.000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 3,9 Milliarden Euro.
Mahle ist eigenen Angaben zufolge einer der 30 weltweit grössten Automobilzulieferer. Beide Firmenzentralen liegen in Stuttgart nur wenige Kilometer entfernt auseinander. Der Kühlerspezialist hat bereits angekündigt, in seinen deutschen Werken 350 Arbeitsplätze abzubauen. Mahle hatte im April erklärt, in Westeuropa 1400 Jobs zu streichen. 800 Arbeitsplätze davon sollten in Deutschland wegfallen./ols/DP/she

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