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Nachrichtenlose Vermögen: 800'000 Franken ausbezahlt

Zwei Jahre nach Publikation der Namensliste des Bundes sind insgesamt rund 800'000 Franken an Berechtigte von nachrichtenlosen Vermögen aus der Nazizeit ausbezahlt worden. Der definitive Abschluss dürfte noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Seit der Veröffentlichung der Namensliste am 18. Januar 1999 hätten 75 Erbberechtigte ihren Anteil erhalten, sagte Urs Müller, Chef der Sektion Entschädigungsabkommen im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage.

Bis Ende des vergangenen Jahres sind damit 37 Vermögenswerte ausbezahlt worden. Mit diesen Auszahlungen sind 85 Prozent der Gesuche erledigt. 10 bis 15 Fälle seien noch hängig, sagte Müller. Dabei handle es sich um komplizierte Fälle, bei denen unter anderem die Erbberechtigung der Gesuchsteller abgeklärt werden müsse. Dies werde noch einige Zeit dauern.

Der Bund hat für die Abklärungen bisher rund 200'000 Franken aufgewendet. Hinzu kommen weitere Dienstleistungen, die nicht über dieses Budget abgerechnet worden sind. Ursprünglich war mit einem deutlich grösseren Aufwand gerechnet worden. Schon die Suche nach den rund 580 Berechtigten an nachrichtenlosen Vermögenswerten hatte aber ein bescheidenes Echo ausgelöst.

Es geht um Gelder, die bei der ersten Suche nach nachrichtenlosen Vermögen aus der Nazizeit im Jahre 1962 gemeldet und anschliessend vom Bund in den Fonds "erblose Vermögen" einverleibt worden waren. Und zwar ohne dass öffentliche Erbenrufe oder Verschollenenverfahren durchgeführt worden wären.

Die drei Mio. Franken wurden 1975 und 1979 gemeinnützigen Zwecken zugeführt. Ursprüngliche Berechtigte waren vor allem Personen mit Wohnsitz in osteuropäischen Staaten. Viele von ihnen dürften Opfer des Nazi-Regimes geworden sein.

Im Zuge der neuen Kontroverse über die Rolle der Schweiz in der Nazizeit beschloss der Bundesrat im Februar 1997, doch noch nach den ursprünglich Berechtigten zu suchen und diese zu entschädigen.

swissinfo und Agenturen


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