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KANSAS CITY/LONDON (awp international) - Das nächste Zusammengehen auf dem weltweiten Börsenparkett ist offiziell: Am Freitag gab die US-Handelsplattform Bats Global Markets bekannt, den europäischen Rivalen Chi-X schlucken zu wollen. Finanzielle Angaben zu der Transaktion, die im zweiten Quartal 2011 abgeschlossen sein soll, wurden nicht gemacht. Das "Wall Street Journal", das bereits am Vortag über die bevorstehende Übernahme berichtet hatte, bezifferte den Kaufpreis auf bis zu 360 Millionen US-Dollar (265 Millionen Euro).
Gemessen an der milliardenschweren Fusion von Deutsche Börse und NYSE Euronext erscheint das wenig. Doch die erst wenige Jahre alten, alternativen Handelsplätze sind die Senkrechtstarter der Finanzwelt und gelten als Gefahr für die etablierten Anbieter. Sie unterliegen weniger scharfen Vorschriften und können deshalb Transaktionen zu geringeren Gebühren abwickeln. Vor allem im Aktienhandel haben sie den Börsenbetreibern viele Kunden abspenstig gemacht und die Preise gedrückt.
Chi-X Europe ist die erfolgreichste alternative Handelsplattform auf dem Kontinent. Auch Bats ist in Europa aktiv. Hinter beiden Handelsplätzen stehen grosse Investmentbanken und Brokerfirmen, zumeist aus den USA./he/jsl

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