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Basel (awp) - Die Nationale Suisse ist im laufenden Geschäftsjahr gut unterwegs. Vor allem in der Schweiz ist das Geschäft erfolgreich verlaufen. Im Ausland macht Belgien noch Sorgen, dort soll die Sanierung fortgesetzt werden. Bei einer Zunahme des Prämienvolumens um 3,5% auf 1'032,4 Mio CHF konnte vor allem dank massiv höherer Anlageerträge und einem moderaten Schadenverlauf der Semestergewinn um 150% auf 49,8 Mio CHF gesteigert werden. Für das Ganzjahr erwartet CEO Hans Künzle einen "ansprechenden Jahresgewinn". Mit Blick auf die Dividende sagte er, dass die 2009 erzielte Dividendenrendite "ein Mass für die Zukunft" sei.
Von den gebuchten Bruttoprämien wurden im Nichtleben-Geschäft 708,5 Mio CHF erarbeitet, 3,7% mehr als im ersten Halbjahr 2009. Die Combined Ratio stieg auf 96,9% von 96,1%, betrug allerdings für das Ganzjahr 2009 noch 97,3%. Aus dem Lebengeschäft stammen 323,9 Mio CHF (+3,1%) an Prämieneinnahmen.
Der Nettoertrag aus Kapitalanlagen erhöhte sich um 65,3% auf 134,3 Mio CHF. Dazu trugen Gewinne auf Finanzanlagen, u.a. dank erfolgreichen Währungsabsicherungsgeschäften, 39,2 Mio CHF bei; in der Vorjahresperiode resultierte noch ein Verlust von 22,1 Mio CHF. Der Erfolg aus Renditeliegenschaften sank aber infolge von Verkäufen auf 31,7 Mio CHF von 54,2 Mio CHF in der Vergleichsperiode.
Das Eigenkapital nahm um 1,8% auf 741,7 Mio CHF zu. Entsprechend hat sich die Solvency-1-Ratio auf 191,4% verbessert. CFO Thomas Widmer bezeichnete diese Ratio bei einer Medienkonferenz am Donnerstag in Zürich als "ausreichenden Puffer für einen massvollen Zinsanstieg". Die Eigenkapitalrendite verdoppelte auf 13,6%.
STARKES SCHWEIZER GESCHÄFT
Deutlich schneller als der Markt gewachsen ist die Nationale Suisse im Schweizer Geschäft. So konnte im Nichtleben-Geschäft hierzulande das Prämienvolumen um 3,6% auf 462,4 Mio CHF gesteigert werden, während der Gesamtmarkt gemäss dem Management um 0,7% zulegte. Auf längere Sicht dürfte dieser Bereich aber mit dem Markt wachsen, wie CEO Künzle sagte. Der Bereich Einzelleben Schweiz nahm um 3,7% auf 104,6 Mio CHF und Kollektivleben Schweiz um 2,4% auf 154,1 Mio CHF zu.
Im gesamten Schweizer Markt wird gemäss CEO das Ende 2010 abzuschliessende Projekt "Schlagkraft Schweiz" zum Tragen kommen. Dank einer weitgehenden Standardisierung und Automatisierung von Prozessen verkleinere sich der Aufwand in der Verwaltung verkleinert und werde die Qualität im Kundendienst erhöht sowie der Vertrieb gestärkt.
SPECIAL LINES SOLLEN WACHSTUM BRINGEN
Verstärktes Wachstum wird mit dem Segment Special Lines anvisiert, das die Bereiche Motor, Transport, High Net Worth Individuals/Art, Direct, Reisen und Credit Life umfasst. Mit diesen Spezialversicherungen wird bei allerdings höheren Kostensatz infolge eines grösseren Akquisitionsaufwandes bei jedoch tieferem Schadensatz wegen der Risikoselektion ein jährliches Wachstum um über 10% angestrebt, was im ersten Halbjahr auch erreicht worden ist.
4% DIVIDENDENRENDITE ALS MASS
Mit dem Halbjahresergebnis ist CEO Künzle "sehr zufrieden". "Unter dem Vorbehalt des Ausbleibens negativer Entwicklungen auf der Anlagenseite und weiterhin moderater Schadenentwicklung darf ein ansprechender Jahresgewinn erwartet werden." Trotz des anvisierten "guten Ergebnisses" dürfe der Halbjahresgewinn aber nicht einfach verdoppelt werden.
Auch will die Nationale für Anleger weiterhin attraktiv bleiben. "Die 2009 erzielte Dividendenrendite von 4% ist ein Massstab für die Zukunft", erklärte der CEO weiter.
Akquisitionsmöglichkeiten sieht Künzle in der Schweiz allerdings kaum. Übernahmeziele müssten in die Strategie hinsichtlich Zielgruppen und die Verstärkung des Bereichs Special Lines passen. So sagte Künzle, dass die Übernahme von Alba und Phenix auch geprüft, aufgrund der eigenen Ausrichtung aber rasch verworfen worden sei. Zudem sei es auch eine Frage des Preises gewesen.
Die Anleger honorieren nach anfänglichem Zögern den von Analysten als "solid" bezeichneten Zwischenabschluss. Bis um 13.50 Uhr legt die Nationale-Aktie bei ansprechenden Umsätzen um 1,0% auf 29,45 CHF zu. Der Gesamtmarkt, gemessen am SPI, verliert um 0,8%. Branchennachbarn Vaudoise (-2,5%) oder Helvetia (-1,3%) geben nach.
rt/ps

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