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NATO-Munition: Schweiz verfolgt Lage aufmerksam

uran

(swissinfo.ch)

Nach dem Leukämietod mehrerer italienischer NATO-Soldaten beim Einsatz auf dem Balkan verfolgen die Schweizer Behörden die Lage mit grösster Aufmerksamkeit. Von der NATO hat die Schweiz weitere Informationen verlangt.

Der Schweizer Verteidigungsminister Samuel Schmid wolle, dass alles menschenmögliche unternommen werde, um so schnell wie möglich Klarheit in der unsicheren Situation zu erhalten. Das sagte Generalstabschef Hans-Ulrich Scherrer am Freitag (05.01.) in Bern.

Bisher habe kein Zusammenhang zwischen den Todesfällen bei italienischen NATO-Soldaten und abgereichertem Uran nachgewiesen werden können. Umso mehr müsse alles dazu beigetragen werden, mögliche Folgen abzuklären.

Nicht nur militärisches Problem

Es sei jedoch nicht nur ein militärisches Problem, unterstrich Scherrer. Insbesondere auch die lokale Bevölkerung und Mitarbeitende der Hilfsorganisationen seien betroffen. "Schon deshalb sind wir verpflichtet, diesen Sachverhalt entsprechend aufzuklären", sagte Scherrer.

Der Schweizer Botschafter bei der NATO wurde am Donnerstag beauftragt, weitere Informationen bei der Organisation einzuholen. Die Schweiz will damit erreichen, in der Sache auf dem gleichen Stand wie die anderen Nationen zu sein, wie Scherrer erklärte.

Für das seit 1999 im Kosovo eingesetzte Personal befürchten die zuständigen Behörden keine negativen Folgen. Das AC-Labor in Spiez arbeitet an einem UNO-Bericht mit. Dazu wurden Einsatzgebiete von uranhaltiger NATO-Munition untersucht.

Geringes Risiko

Das Risiko einer Verstrahlung von Schweizer Soldaten und Mitarbeitenden der Hilfswerke wird von den Behörden als "vernachlässigbar gering" eingestuft. Der Schweizer Armee seien bisher keine Krankheitsfälle im Zusammenhang mit der Munition bekannt, sagte Oberfeldarzt Peter Eichenberger.

Das Risiko für die Schweizer Soldaten sei klein, weil in ihrem Einsatzgebiet nach Angaben der NATO keine solchen Geschosse verwendet wurden. Man dürfe sich aber keine Illusionen machen, sagte Eichenberger. Die Ergebnisse zeigten nur ein momentanes Bild.

Seit September 1999 ist im südwestlichen Prizren die Swisscoy genannte Schweizer Einheit im Einsatz. Die aus derzeit 153 Armeeangehörigen bestehende Dienstkompanie verlässt den Raum nicht. Auch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hat Mitarbeitende im Kosovo.

Tests des IKRK bei 33 Mitarbeitern negativ

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IRK) hat im letzten Jahr 33 Mitarbeiter im Kosovo auf eine Kontamination durch Uran-Munition untersucht. Sämtliche im vergangenen Mai durchgeführten Tests seien negativ ausgefallen, hiess es in Genf.

swissinfo und Agenturen


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