Nein zu Formel-1-Rennen in der Schweiz

Der Ständerat hat sich zum zweiten Mal für ein Verbot von Rundstreckenrennen ausgesprochen. Damit ist die von Nationalrat Ulrich Giezendanner initiierte Vorlage vom Tisch, obwohl sich die grosse Kammer zwei Mal dafür ausgesprochen hatte.

Dieser Inhalt wurde am 10. Juni 2009 - 11:56 publiziert

Das Verbot für öffentliche Rundstreckenrennen mit Motorfahrzeugen gilt in der Schweiz seit 1958. Es wurde als Reaktion auf einen Rennunfall im französischen Le Mans 1954 erhoben, bei dem über 80 Menschen ums Leben kamen.

Die Revision hatte bereits in der Kommission keine Chance. Zwar betonten die Befürworter immer wieder, es ginge im Kern nicht um die Wiedereinführung von Formel-1-Rennen. Man wolle eine Rundstrecke schaffen, die für Ausbildungszwecke und Testfahrten genutzt werden könnte.

Die kleine Kammer liess sich von diesen Argumenten jedoch nicht überzeugen. Die Aufhebung des Rundstreckenverbots wäre ihrer Ansicht nach ein falsches Zeichen für die Umwelt- und Klimapolitik. Zudem sei es gesellschaftlich nicht opportun, das schnelle Autofahren zu fördern, wenn das Rasen schon im Alltagsverkehr Probleme bereite.

swissinfo.ch und Agenturen

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