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Vevey (awp) - Nestlé hat im vergangenen Geschäftsjahr 2010 ein starkes Wachstum erzielt und dabei Marktanteile in allen Kategorien und Regionen gewonnen. Vor allem in den aufstrebenden Märkten legten die Umsätze des weltgrössten Nahrungsmittel-Herstellers stark zu. Aufgrund der guten Resultate soll die Dividende um 16% erhöht werden. Der Konzern sieht sich weiter gut aufgestellt, um trotz der gestiegenen Rohstoffpreise die Langfristziele bezüglich Wachstum und EBIT-Marge auch dieses Jahr zu erreichen. Die Aktie gehörte entsprechend zu den Gewinnern.
Der Gesamt-Umsatz der Gruppe erreichte 109,7 Mrd CHF, dies bei einem organischen Wachstum von 6,2% und einem internen Realwachstum von 4,6%, wie Nestlé am Donnerstag mitteilte. Im (fortgeführten) Kerngeschäft mit Nahrungsmitteln und Getränken legten die Verkäufe um 4,0% auf 104,6 Mrd CHF zu. Das organische Wachstum erreichte dabei 6,0% und setzte sich aus einem Mengenwachstum (RIG) von 4,4% und Preisanpassungen von 1,6% zusammen. Der starke Franken minderte den Umsatz um 3,8%, Akquisitionen wirkten sich per Saldo mit +1,8% auf den Umsatz aus.
ORGANISCHES WACHSTUM DEUTLICH ÜBER SCHÄTZUNGEN
Die EBIT-Marge im Kerngeschäft stieg um 30 Basispunkte auf 13,4% mit einem EBIT von 14,0 Mrd CHF. Der Reingewinn (nach Minderheiten) erreichte dank dem letztjährigen Verkauf des Augenheil-Konzerns Alcon an Novartis den Rekordbetrag von 34,2 Mrd, ohne diesen waren es immerhin noch 8,8 Mrd CHF. Insgesamt lag das Jahresergebnis beim organischen Wachstum deutlich über den Schätzungen, bei der EBIT-Marge indes leicht darunter. Der AWP-Konsens für das organische Wachstum lag bei 5,5% und für die EBIT-Marge bei 13,5%.
Das Management zeigte sich vor den Medien in Vevey zufrieden mit dem Erreichten. "Wir haben ein gutes Ergebnis erzielt angesichts des widrigen und herausfordernden Umfeldes", sagte Konzernchef Paul Bulcke.
Vor allem Nahrungsmittel und Getränke hätten ein gutes Wachstum erzielt mit Marktanteilsgewinnen in allen Kategorien und Regionen, hiess es. Die aufstrebenden Märkte wuchsen organisch um 11,5%, was die in der Zukunft immer wichtiger werdende Rolle dieser Länder unterstreiche. In Nord- und Südmarika legte Nestlé im Kerngeschäft um 5,7%, in Europa immerhin um 3,7% und in Asien, Ozeanien und Afrika um 10,2% zu.
INPUTKOSTEN STEIGEN 2011 UM 8-10%
Nestlé habe auch letztes Jahr anhaltend in die strategischen Wachstumspfeiler investiert. Diese liegen vor allem bei den sogenannten Popularly Positioned Products (PPPs), den Premiumprodukten oder in der Ausserhaus-Verpflegung. Ausserdem sei der Schwerpunkt weiter auch auf gesundheitlichen Mehrwert bei den Produkten und Innovationen und Marketing gelegt worden.
Der Nestlé-Verwaltungsrat schlägt aufgrund der Resultate eine Dividendenerhöhung um 15,6% auf 1,85 (1,60) CHF pro Aktie vor. Diese starke Erhöhung soll auch den Glauben des Managements an die Gesellschaft demonstrieren, sagte Finanzchef James Singh gegenüber Analysten. Entsprechend dem Optimismus will der Konzern das Nestlé-Modell (organ. Wachstum von 5-6%, sowie höhere EBIT-Marge zu konstanten Wechselkursen) auch dieses Jahr wieder erreichen.
"Wir starten mit anhaltender Dynamik ins Jahr 2011 und sind gut aufgestellt, um kommenden Unwägbarkeiten, inklusive schwankender Rohstoffpreise, entgegenzutreten", so Konzernchef Paul Bulcke. Insgesamt gab er sich recht gelassen und meinte: "Es gibt keine einfachen Jahre". Die Input-Kosten für Nestlé dürften laut Finanzchef Singh dieses Jahr um 2,5 bis 3 Mrd CHF bzw. um 8-10% steigen. Dem will Nestlé nicht nur mit Preiserhöhungen, sondern auch mit weiteren Kosteneinsparungen und Effizienzgewinnen entgegentreten. 2010 sei das Einspar-Ziel von jährlich 1,5 Mrd CHF übertroffen worden, dieses Jahr sollen es wieder rund 1,5 Mrd CHF werden.
Keine neuen Ankündigungen gab es zum Thema Akienrückkäufe. Dies dürfte denn auch ein Grund sein, dass die Aktie nach einem sehr starken Start etwas an Dynamik verlor. Am frühen Nachmittag notierte das Papier allerdings noch immer rund 1,4% höher bei 53,20 CHF. Vor allem das starke organische Wachstum wurde von Analysten positiv in den Vordergrund gestellt.
uh/gab

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