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(ergänzt mit weiteren Details vor allem zu Regionen und Bereichen, zum Teil umgeschrieben)
Vevey (awp) - Nestlé ist im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011 deutlich über den Erwartungen gewachsen, dies trotz hohen Rohstoffpreisen oder Naturkatastrophen und Konflikten in diversen Ländern. Stark legten vor allem die aufstrebenden Märkte zu. Entsprechend zeigt sich der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller zuversichtlich und bestätigt den Ausblick bzw. das Nestlé-Modell zu Wachstum und Betriebsgewinn für das Gesamtjahr.
Das organische Wachstum erreichte in der Berichtsperiode 6,4% (GJ 2010: 6,0%). Dabei waren 4,9% auf Mengenwachstum (internes Realwachstum RIG) und 1,5% auf Preisanpassungen zurückzuführen, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Der Gruppen-Umsatz lag bei 20,3 Mrd CHF, wobei der Wechselkurseffekt -9,8% und der Akquisitions-Effekt (u.a Verkauf Alcon, Kauf Kraft Pizza) -5,9% ausmachten. Im fortgeführten Geschäft nahm der Umsatz in Franken bereinigt insgesamt um 1,2% ab. Die Umsatz-Zahlen sind mit den im Vorjahr ausgewiesenen Werten aufgrund einer Umstellung in der Rechnungslegung (Netto- statt Bruttoumsatz) nicht direkt vergleichbar.
Nestlé hat mit den vorgelegten Zahlen die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) bei organischem Wachstum und RIG deutlich übertroffen. Diese hatten ersteres bei +5,8% (Bandbreite +5,1 bis +6,5%) und letzteres bei +3,7% (+3,0 bis +4,4%) geschätzt.
Das organische Wachstum betrug insgesamt 4,3% in Nord- und Südamerika, 3,9% in Europa und 13,8% in Asien, Ozeanien und Afrika. Industrieländer wuchsen um 3% während die aufstrebenden Märkte ein organisches Wachstum von rund 12% erzielten. Bei den Produktgruppen erreichen vor allem die Bereiche "Getränke in flüssiger- und Pulverform" mit 12,5%, "Nutrition" mit 9,0% oder "Milchprodukte/Speiseeis" mit 7,6% hohe Werte. Zu Nespresso heisst es, dass die Marke trotz des intensiveren Wettbewerbs weiterhin "weltweit eine Spitzenleistung" erzielt habe, so auch in den grössten europäischen Märkten und in den Vereinigten Staaten.
"In den ersten drei Monaten des Jahres 2011 erreichten wir Wachstum in allen Kategorien und die Dynamik des Vorjahres wurde aufrechterhalten", wird CEO Paul Bulcke in der Mitteilung zitiert. Man investiere dabei weiter in die Zukunft, insbesondere in Forschung und Entwicklung sowie in Marketing. Gleichzeitig stelle Nestlé sich der Herausforderung erhöhter Inputkosten, indem Innovation vorangetrieben würden und ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Einsparungen und Preisanpassung gehalten werde.
Der anlässlich der Bilanzmedienkonferenz im Februar gegebene Ausblick für 2011 gilt weiter. Dementsprechend will der Konzern auch 2011 das sogenannte Nestlé-Modell erreichen, d.h. ein organisches Wachstum von 5-6% sowie eine verbesserte EBIT-Marge bei konstanten Wechselkursen. Die ersten drei Monate 2011 seien geprägt gewesen von verschiedenen einschneidenden Ereignissen, von sozialen Unruhen und Naturkatastrophen bis hin zur extremen Volatilität der Rohstoffpreise, heisst es. Die starke Dynamik erlaube es aber, den Ausblick zu bestätigen.
Wie es in den Unterlagen zu einer Investoren-Präsentation heisst, liegt die Entwicklung bei den Input-Kosten weiter im Rahmen der bisherigen Schätzungen. Das heisst, Nestlé rechnet für dieses Jahr im Vergleich zu 2010 mit einem Mehraufwand für Rohstoffe und Verpackungsmaterial von 2,5 bis 3 Mrd CHF. Bei Gesamt-Inputkosten von rund 30 Mrd CHF entspricht dies einem Plus von 8-10% (2010 ca. +3%). Entsprechend werde im Verlauf des Jahres die Preiskomponente im Vergleich zur Mengenkomponente innerhalb des organischen Wachstums zunehmen.
Ausserdem gab das Unternehmen bekannt, dass Nandu Nandkishore per 1. Oktober 2011 neuer Leiter der Zone Asien, Ozeanien, Afrika, Mittlerer Osten wird, dies als Nachfolger von Frits van Dijk, der im September in den Ruhestand tritt. Als Nachfolger von Nandu Nandkishore wurde Kurt Schmidt per 1. September 2011 zum Stellvertretenden Generaldirektor mit Verantwortung für Nestlé Nutrition gewählt.
uh/gab

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