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Neue Aidsmedikamente zeigen ihre Wirkung - weniger Todesfälle und neue Erkrankungen

Neue und hochaktive Medikamente haben die Zahl neuer Aidsfälle und die Sterblichkeit in der Schweiz weiter gesenkt. Rückläufig sind seit einigen Jahren auch die neuen HIV-Infektionen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag (13.12.) mitteilte.

Dieser Inhalt wurde am 13. Dezember 1999 - 15:48 publiziert

Neue und hochaktive Medikamente haben die Zahl neuer Aidsfälle und die Sterblichkeit in der Schweiz in den letzten Jahren weiter gesenkt. Ein rückläufiger Trend ist seit einigen Jahren auch bei den neuen HIV-Infektionen festzustellen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur epidemiologischen Situation Ende 1998 festhält.

Die Zahl der jährlich neu diagnostizierten Aidsfälle ist laut BAG in der Schweiz seit 1995 rückläufig. Hauptgrund ist die breite Anwendung von hochaktiven antiretroviralen Kombinationstherapien bei HIV-positiven Personen im Vor-Aids-Stadium. Der Anteil der durch heterosexuelle Kontakte bedingten Fälle und damit der Frauenanteil zeigt eine steigende Tendenz. Absolut gesehen nehmen allerdings laut BAG die heterosexuellen Fälle wie auch jene bei den Frauen ab.

Mit Blick auf HIV ist die Zahl neu diagnostizierter Infektionen in der Schweiz seit 1992 rückläufig, was vor allem bezüglich Drogeninjektionen und dem sexuellen Kontakt zwischen Männern zuzutreffen scheine, erklärt die Gesundheitsbehörde. Die überwiegende Zahl der Infektionen erfolge aber weiterhin durch homo- wie auch heteorosexuelle Kontakte. Der heterosexuelle Ansteckungsweg habe seit 1990 den grössten Anteil an den neu diagnostizierten Fällen und liege seit 1997 bei über 50 Prozent. Im Vordergrund stehen laut BAG sexuelle Kontakte zu Personen aus Ländern mit vorwiegend heterosexueller HIV-Uebertragung, wobei die Hälfte der Betroffenen auch aus solchen Ländern stammt. Dazu kommen Personen, die Drogen injizieren oder bekanntermassen HIV-positiv sind sowie sexuelle Gelegenheitskontakte.

Wie das BAG zur Lageanalyse per Ende 1998 weiter festhält, hatte die Sterblichkeit bei HIV-positiven Personen 1994 den Höhepunkt erreicht und dann kontinuierlich abgenommen. Gemäss der bis Ende Oktober 1999 eingegangenen Meldungen starben 1997 in der Schweiz 235 Personen mit HIV oder Aids, was einen Rückgang von fast zwei Dritteln seit dem Höhepunkt entspricht.

Was die geografische Verteilung betrifft, so wohnen laut BAG zwei Drittel der Personen mit Aids oder HIV in den städtischen Agglomerationen der Kantone Zürich, Genf, Waadt, Bern und Basel. Die Zahl der Aidsmeldungen pro 100'000 Einwohner gestaltete sich 1998 im internationalen Vergleich wie folgt: 10,8 in Spanien, 5,9 in der Schweiz, 4,4 in Italien, 3,4 in Frankreich, 1,3 in Oesterreich und 1,1 in Deutschland. Die Unaids schätzte die Zahl der mit HIV oder Aids lebenden Personen 1998 auf weltweit 33,4 Millionen. 68 Prozent der Infizierten leben in Afrika, 22 Prozent in Asien oder Australien, fünf Prozent in Mittel- oder Südamerika, drei Prozent in Nordamerika und zwei Prozent in Europa.

SRI und Agenturen

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