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Neue Zeiten für die Schweiz

Pendlerinnen und Pendler müssen sich neue Zeiten merken.

(Keystone)

Im neuen Fahrplan 2005 der Schweizerischen Bundesbahnen SBB bleibt fast nichts mehr gleich. Rund 90% der Abfahrtszeiten wechseln.

Das Interesse der Bevölkerung war so gross, dass verschiedene Server während rund eines Tages zusammenbrachen.

Mit dem Start der Bahn 2000 am 12. Dezember beginnt ein neues Zeitalter für die Schweizer Bahnen: Der am Freitag vorgestellte neue SBB-Fahrplan bringt mehr, schnellere und direktere Verbindungen.

Das Interesse am neuen Fahrplan war so gross, dass die Internet-Verbindung mehr als einen Tag lang zusammenbrach. "Die Techniker mussten dreimal den Server wechseln, sie haben die ganze Nacht durchgearbeitet – ohne Resultat", sagte Davide Demicheli, Sprecher des Bundesamtes für Verkehr (BAV) am Samstag gegenüber swissinfo.

Man entschuldige sich für die Panne, gleichzeitig freue man sich aber auch über das Interesse. "Wir hatten mit vielen Besuchern gerechnet, aber nicht in diesem Ausmass." Seit Samstag Nachmittag scheint das Problem nun behoben und die Internet-Site ist wieder zugänglich.

Grosse Aufgabe

Laut SBB-Chef Benedikt Weibel handelt es sich beim Fahrplanwechsel um "die grösste operative Aufgabe, der sich die SBB je zu stellen hatte".

Mit dem neuen Fahrplan erhalten rund 90% der Züge neue Abfahrts- und Ankunftszeiten. Auf dem SBB-Netz verkehren 12% mehr Züge, das Platzangebot wird erweitert und modernisiert.

"Der neue Fahrplan bringt mehr Zug für die Schweiz", sagte SBB-Sprecher Roland Binz gegenüber swissinfo.

Mehr Halbstunden- und Stundentaktverbindungen, kürzere Fahrzeiten und bequemere Umsteigemöglichkeiten sollen die Landesteile näher zusammen bringen.

Bahn 2000 wird Realität

Dank der Neubaustrecke Mattstetten - Rothrist, dem Herzstück der Bahn 2000, werden die Fahrzeiten vor allem auf der Ost-West-Achse kürzer. Zürich-Bern dauert nur noch 58 statt 69 Minuten, Zofingen-Bern noch 30 statt 66 Minuten. Zwischen Basel und Bern verkehrt halbstündlich ein Intercity, die Fahrzeit sinkt um 12 Minuten.

Auch verschiedene Interregio-Verbindungen werden zeitlich verkürzt und die Reise ins Bündnerland geht schneller. Das Berner Oberland ist von Basel und Zürich über Bern im Halbstundentakt erreichbar.

Neben Vorteilen bringt der Fahrplan aber auch Nachteile. In Yverdon beispielsweise müssen die Reisenden länger auf den IC-Anschluss nach Lausanne warten. In Lenzburg macht der IC keinen Halt mehr. Drohenden Kapazitätsengpässen wollen SBB und Kantone mit zusätzlichen Regional- und Schnellzügen entgegenwirken.

Enormes Interesse

In der öffentlichen Auflage auf dem Internet und der Vernehmlassung bei den Kantonen soll der neue Fahrplan nun den letzten Schliff erhalten. Interessierte können bis zum 10. Mai Anregungen anbringen. Viel geändert wird aber nicht mehr.

"Es ist keine Alibi-Konsultation oder ein Marketing-Gag. Klar können wir den Fahrplan nicht mehr umschreiben. Doch es geht darum, ihn zu optimieren, Details zu korrigieren oder zu ändern", sagte Demicheli. Denn oft seien es "die kleinen Details, die für Reisende eine grosse Wirkung haben können".

swissinfo und Agenturen


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