Navigation

Skiplink navigation

Neuer Sturm und Schnee behindern Strassen- und Schienenverkehr

In der Nacht auf Dienstag (28.12.) ist die Genfersee- Region von einem neuen Sturm heimgesucht worden. In den Kantonen Genf und Waadt entstand hoher Sach- schaden. Der Flughafen Genf-Cointrin musste seinen Betrieb vorübergehend einstellen.

Dieser Inhalt wurde am 28. Dezember 1999 - 12:22 publiziert

Die Genfersee-Region ist in der Nacht auf Dienstag (28.12.) von einem neuen Sturm heimgesucht worden. In den Kantonen Genf und Waadt entstand hoher Sach- schaden. Am Morgen überquerte der Sturm dann die Deutschschweiz. Der Westwind dürfte mit rund 100 Kilometer pro Stunde durch das Land fegen - bedeutend langsamer als am Sonntag. Wegen des Sturms, musste der Betrieb auf dem Flughafen Genf-Cointrin vorübergehend eingestellt werden.

Es handle sich nur um einen normalen Sturm, nicht um einen Orkan, sagte ein Sprecher der SMA Meteo Schweiz auf Anfrage. Höhere Werte wurden einzig im Jura mit 170 km/h und am exponierten Jungfraujoch mit 210 km/h gemessen.

Dächer abgedeckt, Stromleitungen niedergerissen

In der Romandie wurden in der Nacht nach Angaben der Behörden Dächer abgedeckt, Scheiben zertrümmert, Stromleitungen und Baugerüste niedergerissen, Strassen blockiert und mindestens eine Scheune eingedrückt. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, in Lausanne fiel ein Baum auf ein Haus.

In mehreren Ortschaften der Waadt, so in Morges, fiel der Strom zeitweise aus. Bei Lausanne sanken mindestens zwei Boote, Hafenanlagen wurden beschädigt. Schwere Schäden wurden aus den Wäldern gemeldet. Die Lausanner Stadtpolizei schätzte den Schaden auf mehrere hunderttausend Franken.

Der Sturm brach nach Polizeiangaben um Mitternacht über die Region herein. Die Windböen erreichten Spitzen von über 100 Kilometern in der Stunde. Gegen Morgen flauten die Winde ab. In der Waadt war das Schlimmste um 3.30 Uhr vorüber. Am Genfer Flughafen Cointrin wurden um 4.00 Uhr sogar nur noch 36 km/h gemessen.

Mit 100 km/h durch das Reusstal

Auch in den Alpentälern der deutschen Schweiz hat es bereits in der Nacht stark gewindet. Das Tief, das an seiner Westseite die heftigen Böen auslöst, sorgte an seiner Vorderseite nämlich für Föhn. Dieser brauste mit 100 km/h durch das Urner Reusstal.

Die neuen Winde brachten auch bereits wieder Bäume zu Fall. So musste etwa die Hauptstrasse zwischen Rain und Rothenburg LU gesperrt werden. Auch zwischen Kerzers und Mühleberg BE versperrten Bäume die Strasse.

Schwierige Aufräumarbeiten

Die Bäume, die auf die Strasse fielen, seien bereits von Lothar angeknickt worden, sagte ein Franz Baumeler, Sprecher der Kantonspolizei Luzern, auf Anfrage. Auch Nebenstrassen mussten im Luzernischen erneut gesperrt werden.

Das neue Unwetter wird die Aufräumarbeiten erschweren und verzögern. Hermann Sutter, Leiter des Luzerner Krisenstabs, sagte auf Anfrage, die Aufräumarbeiten im labilen Wald seien bei Wind und. Auch in den Alpentälern der deutschen Schweiz hat es bereits in der Nacht stark gewindet. Das Tief, das an seiner Westseite die heftigen Böen auslöst, sorgte an seiner Vorderseite nämlich für Föhn. Dieser brauste mit 100 km/h durch das Urner Reusstal.

Verspätungen bei den SBB ...

Auf dem SBB-Netz in der Romandie war am Dienstag- morgen mit Verspätungen zu rechnen. Vor allem in Genf und Nyon war die Lage infolge von Schneestürmen heikel, wie SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz auf Anfrage sagte.

Reisende mussten namentlich im Jura und auf der Broye-Linie (Lausanne-Moudon-Payerne) Verspätungen bis zu einer halben Stunde in Kauf nehmen. Auch auf anderen Streckenabschnitten gab es.

Lawinengefahr im Wallis

Im Wallis und im südlichen Gotthard-Gebiet hat es in der Nacht auf Dienstag nochmals 30 bis 40 Zentimeter geschneit. Die Niederschläge wurden erneut von stürmischen Winden begleitet - die Lawinengefahr hat sich verschärft. Die Sturmwinde verursachten nämlich neue umfangreiche Schneeumlagerungen, wie das Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos mitteilte.

Im Wallis herrscht grosse Lawinengefahr. Die Gefahren- stellen befinden sich vor allem an Steilhängen oberhalb von rund 2000 Metern.


SRI und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen