Neues Grippemittel von Roche in der Schweiz zugelassen

Der Basler Roche-Pharmakonzern hat von den Schweizer Behörden die Zulassung für das neuartige Grippe- medikament Tamiflu erhalten. Das Umsatzpotential wird mit 400 bis 800 Mio Franken in vier bis fünf Jahren beziffert.

Dieser Inhalt wurde am 24. September 1999 - 10:27 publiziert

Der Basler Roche-Pharmakonzern hat von den Schweizer Behörden die Zulassung für das neuartige Grippe- medikament Tamiflu erhalten. Das Umsatzpotential wird mit 400 bis 800 Mio Franken in vier bis fünf Jahren beziffert.

In den USA ewartet Roche die Zulassung des Mittel "noch vor der ersten Grippewelle", wie es am Freitag (24.09) in einer Konzernmitteilung hiess. Auch in der EU und weiteren Ländern laufe das Zulassungsverfahren. Roche-Konzernchef Franz B. Hummer bezeichnete das neue Medikament als echten Durchbruch. Es helfe auch, die mit dieser Krankheit verbundenen wirtschaftlichen und sozialen Folgen positiv zu beeinflussen.

Klinische Studien zeigten, dass Tamiflu den Schweregrad der Symptome um bis zu 40 Prozent zu senken vermag. Die Dauer der Erkrankung kann um 30 Prozent vermindert werden. Das Mittel ist gegen alle häufigen Grippeviren wirksam. Zudem helfe Tamiflu auch Folgekrankheiten wie Bronchitis zu vermeiden. Das Grippemittel wurde gemeinsam mit dem kalifornischen Biopharma- unternehmen Gilead Sciences entwickelt.

Die Schweiz ist das erste Land, in dem Tamiflu zugelassen wird. Es soll nach dem Entscheid der Schweizer Arzneimittelbehörde IKS vom nächsten Freitag (1.10.) an auf Rezept erhältlich sein.

Allein in den USA, Europa und Japan erkranken jährlich 100 Millionen Menschen an Grippe. In den USA verläuft die Krankheit jedes Jahr für 20'000 bis 40'000 Menschen tödlich.

SRI und Agenturen









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