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Mailand (awp) - Die italienische Newron Pharmaceuticals hat im Geschäftsjahr 2010 den Verlust verkleinert. Das Management sieht die Firma nach dem Misserfolg mit Ralfinamide und nachfolgenden Restrukturierungen und Portfolio-Priorisierungen wieder gut positioniert. Der Fokus liegt vorderhand auf dem am weitesten fortgeschrittene Produktkandidat Safinamide sowie neuen Partnerschaften. Die Finanzierung reicht derzeit bis ins vierte Quartal 2012.
Im Zuge der Restrukturierung und Portfolio-Priorisierung reduzierten sich die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Berichtsjahr auf 15,9 Mio EUR (VJ: 18,5 Mio), wie das Biopharma-Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Jahresverlust verringerte sich auf 20,5 Mio EUR, nach 23,5 Mio im Vorjahr. Die liquiden Mittel nahmen ab - auf 8,1 Mio EUR von 24,3 Mio Ende 2009.
Die Netto-Baraufwendungen beliefen sich auf 19,1 Mio EUR, wobei infolge Restrukturierungen nur rund 6 Mio EUR in der zweiten Jahreshälfte angefallen seien. 80% der Aufwendungen in 2010 seien dabei für die Phase-III-Tests mit Ralfinamide angefallen, wie CFO Stefan Weber an einer Telefonkonferenz sagte.
CASH-BURN 2011 DEUTLICH GESENKT
Für 2011 rechnet der CFO mit einem Cash-Burn von noch 0,7 bis 0,8 Mio EUR pro Monat. Das Unternehmen hatte sich Ende 2010 mit einer Privatplatzierung bei Great Point Partners und Anfang 2011 über ein Förderprogramm der italienischen Regierung neue Mittel beschafft. Und die Zusammenarbeit mit Merck Serono wurde kürzlich um zwei Produkte erweitert, woraus auch Gelder flossen. Damit sei das Unternehmen mit kurzfristig eingehenden Meilensteinzahlungen von Merck Serono, aber ohne mögliche Erträge aus dem Abschluss von Partnerschaften oder neue Mittel via Yorkville Global bis ins vierte Quartal 2012 finanziert, sagte Weber weiter.
Aus der Partnerschaft mit Merck Serono bei Safinamide ist das Unternehmen bekanntlich zu Meilensteinzahlungen von bis zu 200 Mio USD berechtigt. "Ein bedeutender Teil davon ist für Safinamide bei Parkinson. Davon haben wir bisher 12 Mio USD" erhalten, so CFO Weber. Zudem seien die Lizenzerträge sehr attraktiv und sehr hoch im zweistelligen Bereich, hiess es weiter.
Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über eine Finanzierungs-Vereinbarung mit Yorkville Global Zugang zu weiteren finanziellen Mitteln von maximal 27,5 Mio CHF.
ZUVERSICHTLICHES MANAGEMENT
Für das laufende Geschäftsjahr beurteilt CEO Luca Benatti die Aussichten als positiv. Die Leitsubstanz Safinamide mit Entwicklungspartner Merck Serono geht gemäss Chief Medical Officer Ravi Anand in die Schlussphase der klinischen Entwicklung und ist auf Kurs. Für Safinamide soll nach guten Phase-III-Ergebnissen die Zulassung eingereicht werden.
Zudem seien Gespräche mit zahlreichen potenziellen Partnern und Lizenzgebern geführt worden, und man suche weiterhin nach Möglichkeiten zur Schaffung von Wert durch Partnerschaften und M&A-Aktivitäten. "Wir erwarten den Abschluss neuer Partnerschaft in den nächsten zwölf Monaten", sagte CEO Benatti an einer Telefonkonferenz auf Anfrage von AWP.
Danach ist für beide Produktkandidaten der Start der klinischen Entwicklung der Phase I geplant - für 'NW-3509' bei Schizophrenie und für 'HF0220' bei Alzheimer und/oder rheumatoider Arthritis.
AKTIE VERLIERT
Die Anleger vermögen die Zuversicht des Managements nicht ganz zu teilen. An der Börse verliert die Newron-Aktie in einem knapp gehaltenen Gesamtmarkt bis um 14.15 Uhr um 5,1% auf 6,55 CHF. Damit liegt der Titel noch leicht über dem Niveau von vor der Bekanntgabe der Zusammenarbeitserweiterung mit Merck Serono Ende März. Marktbeobachter führen die Abgaben vor allem auf Gewinnmitnahmen infolge fehlender, unmittelbarer Kurstreiber sowie auf Befürchtungen über einen weiteren Kapitalbedarf und entsprechenden Vewässerungseffekt zurück.
rt/uh/ps

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