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Nichtraucher per SMS

(swissinfo.ch)

Ein SMS-Ablenkungsmanöver soll die Lust nach der Zigarette vergessen machen. Bis zu 1'200 Kurzmitteilungen werden täglich aufs Handy von potentiellen Nichtraucherinnnen und -rauchern versandt. Die Kampagne in der Region Bern findet Anklang.

Seit Jahresbeginn hat ein neues Präventionsprogramm ein junges Publikum im Visier, das mit traditionellen Werbemitteln nur schlecht erreicht werden kann. Deshalb wurde "EMOX" per SMS gestartet.

Und so funktioniert's: Kommt die Lust an einer Zigarette auf, wird eine SMS-Kurzmitteilung mit dem Handy auf die Telefon-Nummer 258 versandt. Postwendend kommt die Antwort in Form einer Frage oder einer witzigen Bemerkung, die zwar nicht unbedingt einen Bezug zum Rauchen hat, aber zum Nachdenken anregen soll.

Beispiele von lustigen Fragen

"Stell Dir vor, Du gewinnst eine Kreuzfahrt auf einem Luxusliner mit lauter 80-Jährigen. Was tust Du?" oder "Stell Dir vor, Julia Roberts erklärt Dir an der Silvesterparty, dass sie so eine Frisur möchte wie Du. Was sagst Du?".

Diese Ablenkungsmanöver sollen im entscheidenden Moment den Griff zur Zigarette für einige Sekunden hinauszögern, bis die Lust aufs Rauchen vergangen ist.

20 Rappen fürs Nichtraucher-SMS

400 SMS werden täglich an potentielle Nichtraucher versandt, an Spitzentagen sind es sogar bis 1'200. "Damit ist EMOX der bedeutendste SMS-Absender der Schweiz", sagte EMOX-Projektleiterin Karin Steinmann.

Aus über 60 möglichen Sprüchen wird mit Hilfe eines Zufallsgenerators von Swisscom mobile einer ausgelesen. "Das Schöne dabei ist: EMOX-Digital kostet 20 Rappen, ist also billiger als eine Zigi und erst noch gesünder", heisst es auf der Homepage.

Handy und Zigi zum Erwachsen werden

Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) steht der Kampagne wohlwollend gegenüber. Der Leiter der Tabakprävention im Amt, Patrick Vuilleme, findet das Handy ein sehr gutes Mittel, um die Jugendlichen anzusprechen. Für sie sei der Gebrauch des Handys wie auch die Zigarette ein Mittel, Erwachsen zu erscheinen.

Es müsse sich aber erst noch weisen, wie erfolgreich die Kampage verlaufen sei, sagte er. Er bedauert zudem, dass die Kampagne nicht national gestartet werden konnte.

Finanzierung bis im März

Bis Ende März soll EMOX noch weiterlaufen. Was dann geschieht, ist offen. Für die Kampagne standen 150'000 Franken zur Verfügung. Sie wurde auch unterstützt von der Bernischen Lungenliga und der Swisscom.

swissinfo und Agenturen


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