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Noch geht Aufschwung am Arbeitsmarkt vorbei

Es gibt wieder mehr offene Stellen.

(Keystone)

Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Schweiz zu Beginn des neuen Jahres weiter angestiegen und hat mit 4,3% die höchste Quote seit fast sechs Jahren erreicht.

Die Bundesbehörden sehen dennoch eine positive Tendenz: Im Vergleich zu früheren Januarzahlen sanken die Quoten zum dritten Mal in Serie.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar auf über 168'000 Personen gestiegen, die Quote hat damit von 4,1 auf 4,3% zugenommen. Höher war die Arbeitslosigkeit letztmals im März 1998 mit 4,6% gewesen. Bei den Stellensuchenden wurde ein Anstieg um 3'952 Personen auf über 232'000 verzeichnet.

Für Jean-Luc Nordmann, Direktor für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), sind dennoch positive Anzeichen erkennbar. So sei die Zunahme der Arbeitslosen mit 5328 deutlich geringer ausgefallen als vor einem Jahr. Damals wurde im Januar ein Anstieg um über 9000 Arbeitslose verzeichnet.

Saison-Effekt

Ein Blick auf die Wirtschaftszweige bestätigt den saisonalen Effekt. So hat die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe im Berichtsmonat sprunghaft um 14,7% zugenommen. Auch die Branchen Land- und Forstwirtschaft sowie Holz, Möbel und Papier verzeichneten einen Anstieg von über 10%.

Die in diesen Wirtschaftszweigen stärker vertretenen Männer waren im Januar mit einer Quote von 4,4% denn auch stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als die Frauen mit einer Arbeitslosenquote von 4,1%.

Gemäss Nordmann dürften im Februar die saisonalen Effekte noch einmal für einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen sorgen, ab März sollte dann eine Abnahme resultieren.

Westschweiz und Tessin stärker betroffen

Nach Regionen ist die Arbeitslosigkeit in der lateinischen Schweiz nach wie vor höher als in der Deutschschweiz. Angeführt wird die Statistik von Genf, wo die Quote im Januar die 7-%-Schwelle erreichte.

Wie die Kantone Waadt, Neuenburg und Jura habe Genf die Bezugsberechtigung für Unterstützungsgelder von 400 auf 520 Tage verlängert, sagte Nordmann.

In der Deutschschweiz liegen Zürich und Basel-Stadt mit Arbeitslosenquoten von 5% an der Spitze der Statistik.

Mehr Jobs

Trotz der Zunahme der Arbeitslosen hat allerdings die Wirtschaft derzeit wieder mehr Stellen offen. Im Januar erhöhte sich das Jobangebot gesamtschweizerisch um 3408 auf 9451 Stellen.

Dies werten diverse Ökonomen als "positives Zeichen". Es werde allerdings noch einige Zeit dauern, bis die positive Tendenz der Wirtschaft auch den Arbeitsmarkt erreiche.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Arbeitslose im Januar 2004: 168'163
Arbeitslosenquote Januar 2004: 4,3%
Stellensuchende im Januar 2004: 232'197

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