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ESPOO (awp international) - Der finnische Handyhersteller Nokia kommt immer noch nicht vom Boden hoch. Im zweiten Quartal setzten den Finnen der harte Wettbewerb und die sinkende Preise sehr hart zu, wie Nokia am Dienstag mitteilte. Sie verkauften weniger Telefone zu einem niedrigeren Durchschnittspreis als gedacht. Die Sparte Geräte und Dienste, welche den Löwenanteil des Geschäfts ausmacht, wird daher ihr Umsatzziel für das zweite Quartal von 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro deutlich verfehlen. Das bisherige Ziel einer operativen Marge von 6 bis 9 Prozent hält Nokia für nicht mehr realisierbar. Die Lage sei derart unüberschaubar, dass sämtliche Jahresprognosen gestrichen werden.
Bis 15.20 Uhr büsste die Aktie 14,86 Prozent auf 4,904 Euro ein, während der EuroStoxx 50 zugleich um 1,84 Prozent auf 2.866,10 Punkte stieg. "Die Zahlen sind insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz grottenschlecht", urteilte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. "Wenn man sich die Zahlen von Apple beispielsweise ansieht, scheint Nokia nicht wirklich hinterher zu kommen." Weitere Börsianer sprachen nicht nur von einer Enttäuschung, sondern vermuten inzwischen sogar, dass Nokia den Markt zuvor mit seinem Ausblick "getäuscht" haben könnte.
EINST UNANGEFOCHTENEM MARKTFÜHRER SCHWIMMEN DIE FELLE DAVON
Händler Markus Huber von ETX Capital sagte, es werde "erneut wird deutlich, dass Nokia nicht wettbewerbsfähig ist, vor allem mit Blick auf Smartphones." Während Apples iPhone und Googles Android zunehmend gefragt seien, bleibe Nokia immer mehr zurück. Es sei extrem schwer, einmal verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. "Manch einer fürchtet inzwischen, dass die Kooperation mit Microsoft, die im vierten Quartal erste Früchte tragen soll, keinen so grossen positiven Effekt haben wird wie bislang gedacht."
Nokia, einst unangefochtener Marktführer bei Mobiltelefonen, verschlief zuerst den Trend zu Klapptelefonen und daraufhin, noch verheerender, die Smartphone-Welle. Nach und nach verloren die Finnen Marktanteile bei hochpreisigen Telefonen an Apple, Google und Samsung , nach absoluten Stückzahlen aber Nokia aber immer noch die Nummer eins. Da das hausgemachte Betriebssystem Symbian neben der aufstrebenden Konkurrenz überholt wirkte, machte Nokia-Chef Stephen Elop jüngst einen aufsehenerregenden Schnitt und wechselte zur Windows-Software von Microsoft. Der Schulterschluss mit Microsoft soll noch in diesem Jahr greifbare Früchte tragen. Nokia will im vierten Quartal die ersten Telefone mit Windows-Software in die Läden liefern./fn/dct/she

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