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Novartis bei bester Gesundheit

Ein lächelnder Daniel Vasella, CEO von Novartis.

(Keystone Archive)

Der Pharmakonzern Novartis ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Der Reingewinn beträgt mehr als 5 Mrd. Dollar (über 6,2 Mrd. Franken) und ist damit um 6% höher als 2002.

Der Umsatz steigt um 19% auf knapp 25 Mrd. Dollar.

Zum achten Mal in Folge erreichte Novartis im Jahr 2003 einen Rekordumsatz. Der operative Gewinn kletterte um 16% auf knapp 6 Mrd. Dollar.

Mit dem anhaltenden zweistelligen Wachstum bei Umsatz und operativem Ergebnis gehöre der Konzern zu den wachstumsstärksten der zehn führenden Pharmaunternehmen, schreibt Novartis in einer Mitteilung.

Novartis gewann im vergangenen Jahr auch Marktanteile und liegt damit nach eigenenen Angaben weltweit auf Rang fünf der Pharmaunternehmen.

Mit 5 Mrd. Dollar erreichte der Reingewinn ein neues Rekordniveau. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich um 8%. Die operative Marge sank allerdings auf 23,7% (24,4% im Jahr 2002).

Wesentlich mehr Geld gab Novartis für Forschung und Entwicklung aus: Die entsprechenden Investitionen seien um 32% ausgebaut worden.

Der Novartis-Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung der Aktionäre eine Dividendenerhöhung um 5% auf 1 Franken vor.

Wachstum geht unvermindert weiter

"Durch unsere konsequente strategische Ausrichtung auf Innovation, ist es uns in sämtlichen Geschäftsbereichen gelungen, Marktanteile zu gewinnen", sagt Novartis–Chef Daniel Vasella zum Ergebnis.

Aussergewöhnlich markant konnte das Generikageschäft von Sandoz zulegen (60%), das vom Einzelhandelsgeschäft mit Pharmazeutika in den USA und von der erfolgreichen Integration der slowenischen Lek profitierte. Novartis hatte Lek im letzten Jahr übernommen.

"Aber Novartis verzeichnete im Generikageschäft auch ein starkes organisches Wachstum. Dies deshalb, weil bei zahlreichen Volumen-Medikamenten die Patente verjährten, besonders in den USA", sagte Patrick Burgermeister, Finanzanalyst bei der Zürcher Kantonalbank, gegenüber swissinfo.

Novartis rechnet auch für das laufende Jahr mit weiteren Steigerungen bei Umsatz und Reingewinn.

Novartis war 1996 aus der Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz hervorgegangen. Seither erwirtschaftete der Konzern jedes Jahr Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn.

Beteiligung bei Roche ausgebaut

Novartis baute 2003 zudem seine Beteiligung am Konkurrenten Roche aus. Der Stimmrechtsanteil beträgt nun 33,3%. Damit liegt er nur knapp unter der Schwelle, bei der Novartis ein Übernahmeangebot machen müsste.

Insgesamt hielt der Konzern Ende Dezember 6,3% aller Roche-Aktien und -Genussscheine.

Auf die Frage, ob Novartis weitere Roche-Aktien kaufen wolle, sagte Vasella am Donnerstag an einer Telefonkonferenz: "Ich denke nicht."

Die von den Familien Hoffmann und Oeri kontrollierte Roche hatte in den letzten Jahren wiederholt und klar Avancen von Novartis für einen Zusammenschluss zurückgewiesen.

Weitere Aktienrückkäufe

Auch im laufenden Jahr will Novartis den Aktionären überschüssige Liquidität zurückgeben. Deshalb hat der Konzern ein weiteres Aktienrückkauf-Programm im Wert von bis zu 3 Mrd. Franken angekündigt.

Der Verwaltungsrat wird das Programm am 24. Februar der Generalversammlung zur Genehmigung vorlegen.Damit halte Novartis am Grundsatz fest, bis zur Hälfte des Free Cash Flow für den Rückkauf von Aktien zu verwenden, hiess es weiter.

"Aktienrückkäufe sind bei Novartis ein ungeschriebenes Gesetz", hält Analyst Burgermeister gegenüber swissinfo fest. "Wenn sie damit aufhörten, würde der Markt negativ reagieren."

Novartis hatte mit Aktienrückkäufen begonnen und bis jetzt Aktien im Wert von 10,7 Mrd. Franken zurückgekauft.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Der grösste Schweizer Pharmakonzern Novartis hat 2003 den grössten Reingewinn und den höchsten Umsatz seit Bestehen erwirtschaftet.

Das operative Ergebnis verbesserte sich um 16 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar.

Die Marge sank jedoch wegen höherer Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Marketing leicht um 0,7 Prozentpunkte auf 23,7 Prozent.

Dank der Marktanteils-Gewinne rückte das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit auf Platz 5 vor.

Im laufenden Jahr rechnet Novartis-Chef Daniel Vasella mit einem hohen einstelligen Umsatz-Wachstum und einem höheren Reingewinn als 2003.

Novartis war 1996 aus der Fusion von Sandoz und Ciba-Geigy hervorgegangen.

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