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Basel (awp) - Der Pharmakonzern Novartis ist gut ins Jahr 2011 gestartet und hat im ersten Quartal die Erwartungen des Marktes in allen Belangen übertroffen. Die negativen Auswirkungen der Gesundheitsreform in den USA und der Sparbemühungen in Europa sowie verstärkte Konkurrenz durch Generika und der Wegfall der A/H1N1-Pandemie-Verkäufe schmälerten zwar das Wachstum etwas. Dies wurde aber durch Volumensteigerungen mehr als kompensiert. Die Integration des Augenheilkunde-Konzerns Alcon verläuft planmässig. Und das Management hat die Guidance für das Ganzjahr bestätigt.
Im ersten Quartal stieg der Nettoumsatz im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 16% auf 14,03 Mrd USD, zu konstanten Wechselkursen (kWk) betrug das Plus 14%. Das operative Ergebnis sank um 3% auf 3,41 Mrd und der Reingewinn um 4% auf 2,82 Mrd. Wechselkurseffekte hätten operativ um 3% gedrückt. Werden die hochmargigen Influenza-A/H1N1-Pandemieimpstoffe mit rund 1 Mrd USD Umsatz im Vorjahr herausgerechnet, ergebe sich eine Verbesserung um 25%, teilt der Pharmakonzern am Dienstag mit. "Wir sind gut ins Jahr gestartet", kommentierte CEO Joe Jimenez an einer Telefonkonferenz. "Alle Divisionen sind stärker gewachsen als der Markt."
PHARMA WEITER AUF WACHSTUMSKURS
Unter den einzelnen Divisionen nahmen die Pharma-Nettoumsätze um 7% auf 7,77 Mrd USD zu, in kWk um 5%. Dem Umsatzwachstum zugrunde liegt eine Volumensteigerung um neun Prozentpunkte und ein negativer Preiseffekt von zwei Prozentpunkten. Dieser sei vor allem auf Kostensenkungsmassnahmen im Gesundheitswesen, Generika und die Veräusserung von Produkten zurückzuführen, heisst es weiter.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 10% (+13% in kWk) auf 2,50 Mrd USD, was einer Steigerung der Marge um 0,9 Prozentpunkte auf 32,2% entspricht.
Die seit 2007 eingeführten Pharma-Produkte wachsen weiter und generierten einen Nettoumsatz von 2 Mrd USD (+33% in kWk). Der Anteil dieser Medikamente am Divisionsumsatz stieg damit gegenüber dem Vorjahresquartal gemäss CEO Jimenez auf 26 von 19%.
WACHSTUM IN ALLEN WEITEREN BEREICHEN - AUSSER VACCINES & DIAGNOSTICS
Unter den Nicht-Pharmadivisionen nahmen die Verkäufe bei Sandoz um 16% auf 2,3 Mrd CHF zu. Eine Volumensteigerung von 25% habe den Preisverfall um 10 Prozentpunkte mehr als wettgemacht, hiess es. Das operative Ergebnis von Sandoz verbesserte sich um 26% auf 390 Mio USD.
Consumer Health wuchs um 11% auf 1,6 Mrd USD. Gar um 113% auf 562 Mio nahm das operative Ergebnis zu. Alcon steigerte die Verkäufe in den ersten drei Monaten um 12% auf 1,9 Mrd USD; das operative Ergebnis verbesserte sich um 25% auf 207 Mio.
Die Integration von Alcon ist gemäss Novartis-CEO Joseph Jimenez auf Kurs und soll grösstenteils innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen werden. Aus der Übernahme erwartet der CEO Kostensynergien von "mindestens 300 Mio USD" ab 2013.
Als Folge des Wegfalls der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe-Verkäufe nahm der Umsatz von Vaccines & Diagnostics hingegen um 73% auf 371 Mio ab. Das operative Ergebnis drehte mit -101 (VJ +839) Mio USD in den roten Bereich.
GUIDANCE FÜR GESAMTJAHR BESTÄTIGT
Für das Gesamtjahr hat das Management die Guidance für den Konzern sowie die Pharma-Division und Sandoz bestätigt. So erwartet die Gruppe im laufenden Jahr weiter ein Umsatzwachstum etwa um den zweistelligen Prozentbereich und eine Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen.
Im Pharma-Geschäft wird weiterhin mit einem Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Sandoz soll im mittleren einstelligen und Alcon im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen dürften gemäss CFO Jon Symonds weiterhin zwischen 19 und 21 Umsatzprozente betragen.
An der Börse honorieren die Anleger die Leistung des Pharma-Konzerns und lassen den Aktienkurs steigen. Analysten sprechen denn auch meist von einem "guten" oder "starken Ergebnis" oder "exzellentem Start". Die Novartis-Aktie steigt bis um 15.35 Uhr um 3,9% auf 50,50 CHF. Der SMI legt um 1,9% zu.
rt/tp

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