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Zürich (awp/sda) - In der Affäre um gestohlene Bankdaten in Deutschland hat die Credit Suisse Strafanzeige eingereicht. Dies sagte Credit Suisse-Präsident Hans-Ulrich Doerig in einem Interview am Samstag mit der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ, Ausgabe 27.03.)
"Aufgrund der Medienberichte müssen wir davon ausgehen, dass Kunden von uns betroffen sind." Eine offizielle Mitteilung habe die CS jedoch nicht, die Bank habe auch keine internen Indizien für einen Datendiebstahl. "Wir wissen immer noch nicht, ob es überhaupt eine CD mit CS-Kundendaten gibt. Trotzdem haben wir vor einigen Tagen Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht", sagte Doerig.
Natürlich habe es in letzter Zeit bei der CS wie bei anderen Banken auch Kunden gegeben, die ihre Steuersituation bereinigt und Geld abgehoben hätten. "Aber im Kontext der gesamten verwalteten Kundenvermögen sind das verkraftbare Volumen. Wir haben 2009 netto 44 Mrd CHF Neugelder gewonnen und wir rechnen damit, über einen Zyklus hinweg im Schnitt jährlich 6% wachsen zu können", sagte Doerig.
Vor kurzem hatte die Grossbank auf die Ermittlungen deutscher Behörden in der Datenklau-Affäre reagiert, indem sie die Reisen von Kundenberatern ins Nachbarland stark einschränkte.
Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte vergangene Woche nach Auswertung einer gestohlenen CD mit Bankdaten aus der Schweiz 1'100 Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung und systematischer Beihilfe eingeleitet. Betroffen seien Kunden der Credit Suisse und auch Mitarbeiter der Bank.
Das Anlagevermögen der mutmasslichen Steuerbetrüger soll sich auf 1,2 Mrd EUR summieren. Auch in anderen deutschen Bundesländern ermitteln Staatsanwaltschaften in der Angelegenheit.
Die Credit Suisse erklärte, interne Vorschriften zur Einhaltung der Vorschriften und Gesetze zu haben: "Unsere Leute werden geschult, sie müssen Tests machen. Diesbezüglich kann man uns keinen Vorwurf machen", sagte Doerig der "NZZ".
"Wir verfolgten auch nie eine Strategie, in den USA mit Firmenkonstrukten Beihilfe zum Steuerbetrug zu leisten. Aber ich kann nicht garantieren, dass jeder Einzelne sich immer an alle Vorschriften gehalten hat", sagte Doerig. Mit einer Klage, wie sie in den USA gegen die UBS angedroht wurde, rechnet der CS-Präsident nicht: "In den USA zielt keine solche Untersuchung gegen uns."
cc

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