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MÜNCHEN/MADRID (awp international) - Der spanische Telekom-Riese Telefónica will mit neuen Geschäftsfeldern mehr Wachstum schaffen. "Zusätzlich zu unserem bisherigen Geschäft werden wir in Zukunft in sieben Wachstumsfelder investieren, die sich in den nächsten Jahren besonders stark entwickeln werden", sagte Telefónica-Europa-Chef Matthew Key der "Financial Times Deutschland" (Freitag).
Dazu gehörten unter anderem Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Sicherheit und das vernetzte Zuhause. Das Unternehmen habe dafür intern umgebaut. Innerhalb von zwei bis drei Jahren solle die Strategie umgesetzt werden. In Deutschland gehört der Telekommunikationsbieter O2 zu Telefónica. Der Konzern steht derzeit in Spanien wegen geplanter Stellenstreichungen und eines Prämienprogramms für seine Manager in der Kritik.
Der Chef des Konkurrenten Deutsche Telekom , René Obermann, hatte vor rund einem Jahr eine ähnliche Wachstumsstrategie für den Dax-Konzern vorgelegt. Der Schwenk des Konzerns belegt laut "FTD", dass Telefónica im eigentlichen Kerngeschäft wie Mobilfunk oder dem Verkauf von schnellen Internetanschlüssen keine ausreichenden Impulse mehr erwartet, um das Wachstum der vergangenen Jahre aufrechtzuerhalten. Lange Zeit galten die Spanier als immun gegen den Trend, da der Konzern grosse Beteiligungen in Schwellenländern wie Brasilien hält. Dort sind die Wachstumsraten im Vergleich zu Industrienationen wie Deutschland, Grossbritannien oder Frankreich noch relativ hoch.
Einen Tag nach der Ankündigung eines drastischen Stellenabbaus in Spanien gab Telefónica am Freitag in Madrid ein millionenschweres Prämienprogramm für seine Führungskräfte bekannt. Diese sollen demnach als Leistungsanreiz in den kommenden fünf Jahren Aktienoptionen im Wert von 450 Millionen Euro erhalten. Über den Plan sollen die Aktionäre des grössten spanischen Unternehmens am 18. Mai auf einer Hauptversammlung abstimmen. Der Gewerkschaftsverband UGT kritisierte das Vorhaben als "beschämend" und rief Telefónica auf, es zu überdenken.
Der Konzern hatte am Donnerstag angekündigt, in den kommenden drei Jahren ein Fünftel der rund 30.000 Jobs in Spanien zu streichen. 2010 hatte Telefónica zwar einen Rekordgewinn von rund 10,2 Milliarden Euro erzielt, auf dem heimischen Markt ging der Umsatz aber um 4,4 Prozent zurück./stb/jv/DP/she

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