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Zürich (awp) - Der noch Anfang vergangenen Jahres in finanzieller Schieflage steckende Hightech-Konzern OC Oerlikon ist zurück auf Kurs. Nach einer Rosskur mit Entlassungen, Wechseln in der Führungsmannschaft, einem massiven Kapitalschnitt aber auch getragen von einer konjunkturellen Erholung schreibt das Unternehmen wieder schwarze Zahlen. Hauptumsatztreiber war das zuletzt am Boden liegende Textilmaschinengeschäft. Die Schulden sind deutlich gesunken und das Restrukturierungsprogramm ist mehr als ein halbes Jahr früher als geplant abgeschlossen worden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Industriekonzern mit einem weiteren Umsatzplus.
Die Wirtschaftkrise, die neben dem Kauf der Textilmaschinenherstellers Saurer die finanzielle Schieflage verursacht hatte, hinterliess 2009 tiefe Spuren in der Bilanz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 stieg hingegen der Umsatz um 25% auf 3,6 Mrd CHF. Der Auftragseingang legte mehr als 50% auf 4,52 Mrd CHF zu. Der EBIT liegt bei 51 Mio CHF, nach einem Verlust von 589 Mio CHF im Vorjahr. Unter dem Strich schaffte es das Unternehmen wieder, schwarze Zahlen zu schreiben. Der Reingewinn beträgt 5,0 Mio CHF, nach einem Minus von 592 Mio CHF, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Eine Dividende ist aber nicht vorgesehen.
SEGMENTE OPTIMIEREN
"Die konsequente Umsetzung unserer operativen und strategischen Massnahmen zahlt sich aus", kommentierte CEO Michael Buscher den Geschäftsverlauf. Die Profitabilität habe sich schneller als geplant verbessert. Das Unternehmen stehe nach zwei Jahren starker Verluste auf einer soliden Basis, ergänzte Finanzchef Jürg Fedier. "Nun können wir unsere Segmente optimieren." Ziel sei es jetzt, in der jeweiligen Branche in die Gruppe der Spitzenreiter vorzustossen. Fazit von CFO Fedier: 2011 wird ein Übergangsjahr.
Früher als geplant sei das Restrukturierungsprogramm auf Konzernebene abgeschlossen worden. Die Restrukturierungen erzielten Kosteneinsparungen von mehr als 350 Mio CHF.
Das stärkste Zugpferd der Erholung war die Sparte Textilmaschinen. Zuletzt noch Sorgenkind, mauserte sich die Division zum Musterknaben. Der Bestellungsbestand stieg um mehr als das Doppelte auf 1,19 Mrd CHF und der Umsatz erhöhte sich um nahezu 60% auf 1,65 Mrd CHF. Vor allem das starke Wachstum in Asien, in erster Linie in China, macht CEO Buscher dafür verantwortlich. Der Konzernchef hob dabei die Geschäftseinheiten Barmag und Schlafhort positiv hervor. Die Einheit Saurer habe dagegen "kein zufriedenstellendes Ergebnis" erreicht.
Aufgrund der ausserordentlich hohen Nachfrage im Jahr 2010 erwartet Textile für 2011 einen niedrigeren Auftragseingang. Unterstützt vom hohen Auftragsbestand rechnet das Segment im laufenden Jahr mit einem weiteren Umsatzwachstum und einer Verbesserung der Profitabilität.
ERHOLUNG IN ALLEN DIVISIONEN
Neben dem Textilmaschinenbau zeigten im vergangenen Jahr auch die anderen Divisionen eine Erholung, wobei die Getriebe- und die Solarsparte operativ immer noch rote Zahlen schreiben.
In den ersten beiden Monaten 2011 verzeichnete der Gesamtkonzern eine Geschäftsentwicklung, welche den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. In den kommenden Jahren strebt der Oerlikon Konzern an, seine bisher besten Margen zu übertreffen.
Die grössten Zuwächse verspricht sich OC Oerlikon in Asien. Mehr als 40% der Umsatzes wurden zuletzt in Fernost erzielt. Gegenwärtig stehen jedoch zwei Drittel der Fabrikationsstätten in Europa. Entsprechend will das Unternehmen Produktionsstätten in die Nähe seiner Kunden verlegen.
Die Analysten zeigen sich von den vorgelegten Zahlen überzeugt und die Titel steigen am Nachmittag um 8% bei einem kaum veränderten Gesamtmarkt.
ps/tp

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