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Chur (awp/sda) - Die OECD gibt der Neuen Regionalpolitik (NRP) der Schweiz gute Noten. Optimierungspotenzial bestehe vor allem bei der Innovationsförderung. Für die Zukunft empfiehlt sie eine räumliche Ausdehnung der NRP von ländlichen Gebieten und Bergregionen auf das ganze Land.
Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD könnten von einer Ausweitung des Wirkungsbereichs städtische wie ländliche Gebiete profitieren. Die positiven Wechselwirkungen zwischen Stadt und Land würden so gestärkt. Auch könnten Doppelspurigkeiten in Projekten vermieden werden - zum Beispiel in der Landwirtschaft, der Technologie und der Innovation.
Dies geht aus einem OECD-Bericht hervor, der am Freitag in Paris veröffentlicht und in Chur den Medien vorgestellt wurde. Veranlasst wurde die Analyse vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, das die 2008 eingeführte NRP erstmals von der OECD hat prüfen lassen.
Verbesserungsbedarf ortet die Studie insbesondere bei der Innovationsförderung. Die Innovationskapazitäten der Schweizer Hochschulen und der Wirtschaft seien zwar weltweit führend, ungenutztes Potenzial gebe es aber in traditionellen Wirtschaftssektoren ausserhalb des Hightech-Segments und das vor allem in weniger dicht besiedelten Regionen.
Als notwendig erachten die Politikanalysten der OECD, dass der Bund stärkere Anreize für die Kantone schafft, miteinander zu kooperieren und ihre regionalpolitischen Strategien aufeinander abzustimmen. Die Schlüsselfaktoren regionalen Wirtschaftswachstums wie Unternehmensnetzwerke, Güterverkehr oder Wissensvermittlung funktionierten längst über Kantonsgrenzen hinaus.
Insgesamt überwiegen im OECD-Bericht lobende Worte. Im internationalen Vergleich stehe die Schweiz sehr gut da. Der 2008 in der Regionalpolitik durchgeführte Paradigmenwechsel von der Förderung der Basisinfrastruktur hin zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wertschöpfung wird als gelungen bezeichnet.
Die Regionen der Schweiz verfügten über eine starke Wirtschaft und hätten viele Probleme vermeiden können, mit denen sich andere OECD-Länder auseinander setzen müssten: Abwanderung, Überalterung oder mangelnder Zugang zu Dienstleistungen.
Rudolf Schiess, stellvertretender Leiter der Direktion für Standortförderung des SECO, bezeichnete die Studie als hervorragend. Das SECO werde die Mehrzahl der Empfehlungen aufgreifen. Allerdings werde man nicht alle sofort umsetzen können. Um Veränderungen politisch mehrheitsfähig aufgleisen zu können, müsse man oft auf den richtigen Augenblick warten.

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