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WASHINGTON (awp international) - BP hat eine weitere Etappe beim Versiegeln des Öllecks im Golf von Mexiko geschafft. Nachdem das Steigrohr in 1500 Meter Tiefe im Meeresboden bereits von oben mit schwerem Schlamm verstopft worden war, verschlossen Ingenieure das Loch am Donnerstag auch mit Zement. Das Manöver dauerte nur wenige Stunden, und die als "Static Kill" bezeichnete Operation ist damit abgeschlossen.
Aber das "Finale" wird noch ein paar Tage auf sich warten lassen. BP bohrt noch an einem Nebenzugang zum Hauptbohrloch, durch den dann ebenfalls Schlamm und danach Zement gepumpt werden sollen. Damit soll die Quelle von unten in 4000 Meter Tiefe direkt versiegelt werden - um ganz sicherzugehen, dass Öl und Gas niemals mehr nach oben drängen konnen. Wie der Konzern mitteilte, wird der Nebenzugang nach derzeitigem Stand Mitte August auf das Bohrloch treffen - wenn das Wetter bei den Arbeiten keinen Strich durch die Rechnung macht.
BP hatte am Dienstagabend mehr als 300 Tonnen Schlamm in das Steigrohr gepumpt und damit das unter Hochdruck aufsteigende Öl in sein Reservoir im Meeresboden zurückgedrängt. Darauf gab die US-Regierung dem britischen Konzern grünes Licht für die Abdichtung mit Zement.
In den nächsten Tagen will BP das Leck nun erst einmal genau im Auge behalten und das "Endspiel" vorbereiten. Mitte August - das wäre dann fast vier Monate nach Beginn der Ölkatastrophe./ch gp/DP/zb

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