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WASHINGTON (awp international) - Im Kampf gegen die Ölpest vor der US-Küste gibt es neue Probleme. Die US-Regierung wies am Sonntagabend (Ortszeit) auf ein Leck in der Nähe des Bohrlochs hin. Zudem sprach Admiral Thad Allen, der Einsatzleiter der Regierung, von "unbestimmten Anomalitäten" am Bohrloch. Er forderte BP in einem Schreiben auf, ihm innerhalb von Stunden Bericht zu erstatten.
Ein BP-Sprecher sagte, er wisse nichts von dem Leck, meldete der TV-Sender CNN. Kurz zuvor hatte BP entscheidende Erfolge gemeldet. Seit gut drei Tagen fliesse kein Öl mehr aus dem Leck in der Tiefe, ein meterhoher Zylinder habe die Ölfontäne zum Versiegen gebracht. Es war dies ein erster entscheidender Fortschritt seit dem Beginn der Ölkatastrophe vor drei Monaten.
BP-Manager BP-Manager Doug Suttles gab sich vorsichtig optimistisch. Vermutlich könne die "Kappe" das Leck unter Verschluss halten, bis Anfang August das Leck tief im Meer endgültig mit Schlamm und Zement versiegelt wird. Entsprechende Tests verliefen ermutigend, die Steigleitung scheine dem Druck standzuhalten.
Allerdings schloss Suttles nicht aus, dass es Probleme geben könnte. Falls sich herausstellen sollte, dass die Steigleitung dem Druck nicht standhalten sollte, müssten die Ventile des Zylinders wieder geöffnet werden. Das ausströmende Öl werde dann wie zuvor wieder auf Tanker abgepumpt. Allen forderte BP auf, einen Plan über ein mögliches erneutes Absaugen vorzulegen.
Seit dem Unfall auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April strömten Tag für Tag bis zu 8200 Tonnen Rohöl ins Meer. Es ist die schwerste Ölpest der US-Geschichte./pm/DP/zb

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