Ölpreis wirkt sich auf Handelsbilanz aus

Unter anderem die hohen Ölpreise haben der Schweizer Handelsbilanz im August das höchste Monats-Defizit seit neun Jahren beschert. Die Einfuhren übertrafen die Ausfuhren um 661,3 Mio. Franken, wie die Eidg. Zollverwaltung am Freitag (22.09.) mitteilte.

Dieser Inhalt wurde am 22. September 2000 - 10:24 publiziert

Im Vormonat Juli hatte das Minus gemäss revidierten Zahlen noch 233,4 Mio. Franken betragen. Dabei läuft der schweizerische Aussenhandel auf immer schnelleren Touren: Die Importe wuchsen um 18,1 Prozent auf 10,087 Mrd. Franken, während die Exporte um 17,2 Prozent auf 9,426 Mrd. Franken zulegten.

Im Vormonat waren die Einfuhren erst um 10,5 Prozent und die Ausfuhren um 8,1 Prozent gewachsen. Die Beschleunigung sei bei den Importen vor allem auf Rohstoffe und Halbfabrikate (19 Prozent auf 2,772 Mrd. Franken) und Investitionsgüter (18,3 Prozent auf 3,041 Mrd. Franken) zurückzuführen.

Wegen der hohen Ölpreise schossen die Importe von Energie wertmässig um 99,7 Prozent auf 543,5 Mio Franken in die Höhe. Die Menge sei dagegen lediglich um rund ein Viertel gestiegen, hiess es weiter.

Nur zwei Monate mit Exportüberschüssen

Die Exporte verdanken ihren Zuwachs vor allem den Konsumgütern, die um 24,6 Prozent auf 3,543 Mrd. Franken zulegten. Da die Einfuhren stärker kletterten als die Ausfuhren, stieg das Handels-Defizit gegenüber dem August 1999 um 31,6 Prozent. Von den ersten acht Monaten des laufenden Jahres hätten damit lediglich die beiden Monate Februar und Mai Exportüberschüsse aufgewiesen, teilte die Behörde mit. Allerdings seien diese gering gewesen.

Damit schoss das Handels-Defizit in den ersten acht Monaten 2000 von 492,3 Mio. Franken in der entsprechenden Vorjahres-Periode auf 1,731 Mrd. Franken in die Höhe.

swissinfo und Agenturen

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