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OIL/Ölpreise leicht gestiegen – ruhiger Handel erwartet

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) – Die Ölpreise sind am Montag leicht gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli stieg auf 74,45 US-Dollar. Das waren 48 Cent mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte um 63 Cent auf 74,65 Dollar.
Händler verwiesen auf den zum Euro etwas gefallen Dollarkurs. Ein schwächerer Dollarkurs macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger. Zudem handle es sich um eine Gegenreaktion auf die Verluste der vergangenen Wochen.
Daneben unterstützt laut Commerzbank auch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko die Ölpreise. Das erneute Scheitern von BP könnte den Druck auf die US-Regierung erhöhen, Tiefseebohrungen weiter einzuschränken. In der Folge würde die Ölproduktion in den USA langfristig zurückgehen, wovon der WTI-Preis profitieren würde. Allein auf den Golf von Mexiko entfällt ein Drittel der US-Ölproduktion. Aufgrund eines Feiertages in den USA und Grossbritannien ist laut Commerzbank mit einem ruhigen Handel zu rechnen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 70,62 US-Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./js/bgf

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