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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Freitag vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober kostete am Mittag 74,63 US-Dollar. Das waren 39 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent sank um 41 Cent auf 76,52 Dollar.
Schwache US-Arbeitsmarktdaten könnten den Ölpreis nach Einschätzung der Commerzbank erneut unter Druck setzen. Die Explosion auf einer Bohrinsel im Golf von Mexiko am Donnerstag könnte sich auf politische Entscheidungen in den USA auswirken. Auch wenn kein Öl ausgetreten sei, könnte durch diesen Zwischenfall das von der US-Regierung verhängte Verbot von Ölbohrungen in tiefen Gewässern vor den US-Küsten länger aufrechterhalten und die Sicherheitsauflagen weiter verschärft werden. Damit würden sich die Produktions- und Explorationskosten verteuern und die US-Ölproduktion langfristig gebremst.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 72,89 Dollar. Das waren 40 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jha/he

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