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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Freitag ihre Kursverluste vom Vortag ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 109,76 US-Dollar. Das waren 1,04 Dollar weniger als am Donnerstag. Zeitweise war der Brentpreis bis auf 105,15 Dollar gesunken. Ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 1,47 Dollar auf 98,33 Dollar. Am Donnerstag waren die Ölpreise noch um mehr als 10 Dollar eingebrochen. Noch zu Wochenbeginn waren die Ölpreise bis auf über 126 beziehungsweise 113 Dollar geklettert.
Durch den Bruch der Marke von 120 Dollar je Barrel beim Brent-Öl dürften laut Commerzbank Anschlussverkäufe eingesetzt haben, welche durch enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA und Deutschland und den festeren US-Dollar verstärkt worden seien. Die jüngsten Daten hätten zudem die Sorgen verstärkt, dass das hohe Preisniveau die Nachfrage zu beeinträchtigen beginne. So war die US-Benzinnachfrage in der vergangenen Woche um mehr als zwei Prozent im Wochenvergleich zurückgegangen, obwohl die Nachfrage im Frühjahr normalerweise anzieht.
Für den starken Preisrückgang am Vortag auch bei anderen Rohstoffen hatten Händler auch den nach der Pressekonferenz von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet einsetzenden Verfall des Euro zum Dollar verantwortlich gemacht. Die Gemeinschaftswährung stabilisierte sich am Freitag allerdings wieder. Für den neuerlichen Preisrutsch beim Öl nannten Händler auch psychologische Gründe. Die Wucht der Marktreaktion habe viele Anleger schockiert. Diese zögen sich nun sicherheitshalber erst einmal zurück.
Am Nachmittag dürfte sich der Blick der Marktteilnehmer auf die US-Arbeitsmarktdaten richten. "Fallen diese ebenfalls enttäuschend aus, dürfte der Ölpreis nochmals nachgeben", schreibt die Commerzbank. Das Ausmass des Preisrückgangs sei allerdings übertrieben. Dieser sei vor allem auf einen abrupten Stimmungswechsel bei den zuvor stark spekulativ engagierten Anlegern zurückzuführen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist kräftig gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 112,80 US-Dollar. Das waren 4,16 Dollar weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/he

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