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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben ihre Talfahrt der vergangenen Woche auch am Montag weiter fortgesetzt. Händler nannten den starken US-Dollar im Zuge der anhaltenden Sorgen über die Zukunft der Eurozone als Ursache für den Preisrückgang an den Ölmärkten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete 111,90 Dollar. Das waren 1,38 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Auslieferung im Juni sank um 1,71 Dollar auf 97,94 Dollar.
Durch die Verhaftung des Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, kurz vor dem heutigen Treffen der Euro-Finanzminister ist die rasche Verabschiedung eines neuen Hilfspakets für Griechenland unwahrscheinlicher geworden, hiess es von Experten der Commerzbank. Die Flucht der Anleger "in den sicheren Hafen US-Dollar lastet auch auf den Rohstoffpreisen".
Bei der jüngsten Talfahrt der Ölpreise spielen die Spekulanten nach Einschätzung der Commerzbank "offensichtlich eine wichtige Rolle". Trotz der Preisrückgänge sei die Zahl der spekulativen Anleger an den Ölmärkten allerdings nach wie vor hoch und insofern bestehe "weiteres Korrekturpotential, falls die Anleger die Zuversicht in einen erneuten Anstieg der Ölpreise verlieren".
Unterdessen legte der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) deutlich zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 108,93 US-Dollar. Das waren 1,74 Dollar mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/jsl

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