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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Dienstag im Zuge einer leichten Entspannung in der europäischen Schuldenkrise kräftig gestiegen. Experten nannten unisono einen starken Kursrutsch des US-Dollar als Ursache für den aktuellen Preissprung. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete im frühen Nachmittagshandel 116,00 US-Dollar. Das waren 1,32 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,54 Dollar auf 102,13 Dollar. Trotz der aktuellen Erholung war der Mai kein guter Monat für die Ölpreise. Seit Monatsbeginn rutschte der Brent-Preis um rund acht Prozent und der US-Ölpreis um etwa 13 Prozent ab.
Händler begründeten die Kauflaune der Anleger an den Ölmärkten vor allem mit einem Kursanstieg des US-Dollar. Bereits seit Wochen ist der Dollarkurs einer der Haupttreiber am Ölmarkt. Schon vergleichsweise geringe Kursveränderungen sind zumeist deutlich an den Ölpreisen ablesbar. Eine schwacher Greenback stützt für gewöhnlich die Nachfrage nach Rohöl und umgekehrt.
Die Anleger spekulieren zudem auf ein zweites Rettungspaket für das hoch verschuldete Griechenland, hiess es weiter. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" gibt es die Aussicht auf ein weiteres Rettungspaket für das hoch verschuldete Griechenland. Dies habe die Hoffnung auf eine Entspannung der Schuldenkrise geweckt und die Risikobereitschaft der Investoren erhöht.
Experten der Commerzbank nannten aber auch die anhaltenden Unruhen in Libyen und im Nahen Osten als Preistreiber an den Ölmärkten. Ein Besuch des südafrikanischen Präsidenten Zuma in Libyen habe zu Beginn der Woche keinen Durchbruch im nordafrikanischen Ölstaat gebracht. Die NATO fliegt verstärkt Luftangriffe auf Stellungen des libyschen Machthabers. "An eine baldige Rückkehr der libyschen Ölproduktion ist somit nicht zu denken", hiess es weiter bei der Commerzbank.
Unterdessen ging der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) leicht zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Montag im Durchschnitt 109,59 US-Dollar. Das waren 68 Cent weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/ajx

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