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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Dienstag angesichts einer möglichen Erhöhung der Opec-Fördermenge etwas nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur April-Lieferung kostete gegen Abend 113,58 US-Dollar. Das waren 1,46 Dollar weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 35 Cent auf 105,09 Dollar.
Händler erklärten die Preisrückgänge mit dem Signal der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), die Fördermenge falls nötig auszuweiten. Die Mitgliedsländer würden Konsultationen darüber führen, hiess es von verschiedenen OPEC-Vertretern. Beobachter bezweifeln aber die Nachhaltigkeit der Massnahme. "Es gibt derzeit keinen Mangel an Rohöl", sagte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Tatsächlich würden die Preise durch Finanzinvestoren getrieben. Diese seien angesichts der unsicheren Lage in Nordafrika und im Nahen Osten nervös. "Allerdings kann die OPEC mit diesen Äusserungen für ein wenig Optimismus sorgen und die Angst vor Knappheiten in den nächsten Monaten dämpfen", so Weinberg.
Der Preis für Opec-Rohöl ist unterdessen gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 112,03 US-Dollar. Das waren 61 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./bgf/fn

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