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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Donnerstag von schwachen Aktienmärkten belastet worden. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete gegen Mittag 74,79 US-Dollar. Das waren 84 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 95 Cent auf 74,06 Dollar.
Händler führten die Preisabschläge vor allem auf die schwache Tendenz an den Aktienmärkten zurück. Diese wiederum wurden unter anderem von schwachen Konjunkturdaten aus China belastet. So ist der vielbeachtete Einkaufsmanagerindex dort leicht gesunken, was als konjunkturelles Schwächesignal des weltweit zweitgrössten Ölverbrauchers gewertet wurde. Der schwächere Dollar habe die Ölpreise indes gestützt.
Dass die unlängst begonnene Hurrikansaison in Amerika Rohöl spürbar verteuern könnte, hält die Commerzbank für eher unwahrscheinlich. Die Lager an Rohöl, Erdgas und Ölprodukten seien reichlich gefüllt, so dass kurzfristige Angebotsunterbrechungen kompensiert werden könnten, heisst es in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings könnte die Ölproduktion in den kommenden Monaten durchaus beeinträchtigt werden. Die diesjährige Hurrikansaison dürfte Wetterprognosen zufolge stark ausfallen.
Leicht gesunken ist auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 72,51 Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./bgf/jha/

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