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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Donnerstag nur gerinfügig nachgegeben und somit ihre kräftigen Gewinne vom Vortag in etwa halten können. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August 111,93 US-Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 22 Cent auf 94,55 Dollar.
Die Erleichterung am Markt über die Abwendung einer Staatspleite Griechenlands wirke noch nach, sagten Händler. Das Parlament in Athen hatte am Mittwoch ein neues, drastisches Sparpaket gebilligt und damit den Weg frei gemacht für frische Hilfsgelder von EU und IWF. Unterstützung bekämen die Ölpreise auch vom schwachen Dollar, so Marktbeobachter.
Insgesamt haben die Ölpreise seit Wochenbeginn deutlich zugelegt. Die Commerzbank erachtet die Zuwächse aber als nicht gerechtfertigt und rechnet angesichts des reichlichen Angebots mit einem erneuten Rückgang, sobald die Markteuphorie hinsichtlich Griechenland verflogen sei. Die Internationale Energie Agentur (IEA) hatte in der vergangenen Woche die Freigabe strategischer Ölreserven beschlossen, die nun am Markt angeboten werden.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 106,19 US-Dollar. Das waren 2,60 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./ajx/jsl

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