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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Sorgen vor länger anhaltenden Ausfällen haben die Ölpreise am Mittwoch etwas in die Höhe getrieben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai legte gegen Mittag um 36 Cent auf 116,06 Dollar zu. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 45 Cent auf 105,42 Dollar.
"Die anhaltenden Kämpfe in Libyen und die sich ausweitenden Proteste in anderen arabischen Ländern sorgen für eine steigende Risikoprämie auf den Ölpreis", heisst es in einer Studie der Commerzbank. Aufgrund der Beschädigungen an der Infrastruktur könnte die libysche Ölproduktion Schätzungen von Marktbeobachtern zufolge für mehr als ein Jahr beeinträchtigt sein. Sollte es zu einem langanhaltenden Bürgerkrieg oder zu Sabotageakten kommen, könnte sich dieser Zeitraum sogar noch deutlich verlängern. Der Markt bleibe daher noch für längere Zeit auf das zusätzliche Öl aus Saudi-Arabien angewiesen. Der grösste Opec-Produzent Saudi-Arabien produziere schon jetzt deutlich mehr Rohöl, um die Lieferausfälle in Libyen auszugleichen.
Am Nachmittag stehen die neuesten Lagerdaten aus den USA im Mittelpunkt. Bei den Daten des US-Energieministeriums wird mit einem Anstieg der Rohöl- und einem Rückgang der Benzin- und Destillatebestände gerechnet.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 110,23 Dollar. Das waren 13 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jha/jsl

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