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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Sorgen vor länger anhaltenden Lieferausfällen haben die Ölpreise am Mittwoch gestützt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai legte bis zum späten Nachmittag um 41 Cent auf 116,11 Dollar zu. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 1,12 Dollar auf 106,09 Dollar.
"Die anhaltenden Kämpfe in Libyen und die sich ausweitenden Proteste in anderen arabischen Ländern sorgen für eine steigende Risikoprämie auf den Ölpreis", heisst es in einem Kommentar der Commerzbank. Aufgrund der Beschädigungen an der Infrastruktur könnte die libysche Ölproduktion Schätzungen von Marktbeobachtern zufolge für mehr als ein Jahr beeinträchtigt sein. Sollte es zu einem lang anhaltenden Bürgerkrieg oder zu Sabotageakten kommen, könnte sich dieser Zeitraum sogar noch deutlich verlängern. Der Markt bleibe daher noch für längere Zeit auf das zusätzliche Öl aus Saudi-Arabien angewiesen. Der grösste Opec-Produzent Saudi-Arabien produziere schon jetzt deutlich mehr Rohöl, um die Lieferausfälle in Libyen auszugleichen.
Der WTI-Preis wurde zudem durch deutlich gefallene Benzinlagerbestände gestützt. Die Benzin-Bestände fielen in den USA in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um 5,3 Millionen Barrel. Der Anstieg der Rohöllagerbestände um 2,1 Millionen Barrel konnte diesen Effekt nicht kompensieren.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 110,23 Dollar. Das waren 13 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/ksb

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