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OIL/Preise steigen weiter deutlich

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Freitag ihren Erholungskurs weiter fortgesetzt und sind den dritten Tag in Folge kräftig gestiegen. Die Kämpfe in dem Ölstaat Libyen und die Angst vor einem Versorgungsengpass seien zum Wochenschluss stärker in den Mittelpunkt des Interesses der Investoren gerückt, hiess es von Händlern. Gegen Mittag stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai auf 115,68 Dollar. Das waren 78 Cent mehr als am Vortag. Für Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Auslieferung ging es um 1,06 Dollar auf 102,48 Dollar je Fass nach oben.
Neben externen Faktoren wie dem schwächeren US-Dollar und freundlichen Aktienmärkten tragen aus Sicht der Commerzbank auch die anhaltenden Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten zum Preisanstieg bei. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich in der Nacht auf eine Flugverbotszone über Libyen verständigt. Somit sei auch der Abschuss von libyschen Kampfflugzeugen durch die internationale Staatengemeinschaft erlaubt. Dies könnte zu einer weiteren Eskalation der Krise führen, schreibt das Bankhaus. Hoffnungen auf eine baldige Normalisierung der Lage und eine Wiederaufnahme der Öllieferungen könnten dadurch einen Dämpfer erhalten. Auch in Bahrain bleibe die Situation nach dem Truppeneinmarsch Saudi-Arabiens angespannt.
Bereits am Donnerstag konnten sich die Rohstoffpreise im Zuge einer allgemeinen Stimmungsaufhellung an den Finanzmärkten auf breiter Front erholen. Viele Rohstoffpreise waren aus Sicht der Commerzbank nach dem Einbruch zu Wochenbeginn überverkauft, so dass es zu einer technischen Gegenbewegung gekommen sei. Damit seien sämtliche Verluste seit der Erdbebenkatastrophe in Japan zeitweise wieder wettgemacht worden.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 108,08 Dollar. Das waren 2,28 Dollar mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jha/jsl

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