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OIL/Preise steigen wieder - Kursverluste beim US-Dollar beenden Talfahrt

Dieser Inhalt wurde am 18. Mai 2010 - 13:22 publiziert

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Dienstag nach einer tagelangen Talfahrt im Zuge der Schuldenkrise in der Eurozone zu einer deutlichen Erholung angesetzt. Im frühen Nachmittagshandel stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) um 1,84 Dollar auf 71,92 Dollar. Zuvor liess eine Verunsicherung an den internationalen Finanzmärkten, gekoppelt an einen massiven Anstieg des US-Dollars, den Ölpreis zeitweise auf ein Fünf-Monats-Tief bei 69,41 Dollar abrutschen.
Auch an der Rohstoffbörse in London stehen die Zeichen auf Erholung: Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,34 Dollar auf 76,44 Dollar. Händler erklärten den Preisanstieg vor allem mit der jüngsten Entwicklung an den Devisenmärkten. Nachdem der Dollar am Montag zunächst deutlich zugelegt hatte, gab er zuletzt etwas nach und stabilisierte damit die Ölpreise. Schon seit Wochen wird der Ölmarkt stark von Wechselkurseffekten getrieben.
Neben den Turbulenzen um die Schuldenkrise in Griechenland sei mittlerweile aber auch wieder die Nachfrage nach Rohöl in den Fokus der Investoren gerückt. Vor allem in China "bleibt der Ölhunger weiter hoch", sagte Rohstoffexperte Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg. Im April seien die chinesischen Ölimporte im Jahresvergleich um 31 Prozent gestiegen. Damit habe es seit April 2009 in 13 Monaten in Folge eine positive Veränderungsrate gegeben.
Unterdessen ist der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) erneut kräftig gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Montag im Durchschnitt 73,25 US-Dollar. Das waren 2,70 Dollar weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/js

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