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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch trotz leichter Verluste auf hohem Niveau gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März kostete gegen Mittag 101,57 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Vortag. Binnen einer Woche ist der Ölpreis um knapp sechs Dollar gestiegen. Grund sind insbesondere die Unruhen im arabischen Raum. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte gegen Mittag minimal um einen Cent auf 90,78 Dollar zu.
"Der Brentölpreis handelt weiterhin über der Marke von 100 Dollar je Barrel", betonte die Commerzbank in einer Studie. Die Ölmärkte stünden weiter unter dem Eindruck der Ereignisse im arabischen Raum. Der ägyptische Präsident Mubarak habe unter dem Eindruck der Massenproteste seinen Rückzug im September bekanntgegeben. In Jordanien wurde vom König die Regierung ausgetauscht. Es bestehe weiterhin das Risiko, dass die Protestwelle auch andere arabische Staaten erfasse und somit zu einer Beeinträchtigung des Ölangebots führe. Aus den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens stammten mehr als ein Drittel der Weltölproduktion. Die wichtigen Transportrouten durch den Suezkanal und die Sumed-Ölleitung, welche durch Militärpräsenz geschützt werden, vermeldeten keinerlei Beeinträchtigung.
Ausserhalb der Krisenregion ist das Ölangebot aus Sicht der Commerzbank weiterhin reichlich. Russland habe im Januar 10,2 Millionen Barrel Rohöl pro Tag produziert und damit 1,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die russische Ölproduktion befinde sich damit weiterhin in der Nähe des Hochs in der Nach-Sowjet-Ära. Auch in den USA sei die Versorgung mit Öl weiterhin reichlich. Die neuesten staatlichen Öllagerdaten werden am Nachmittag veröffentlicht.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 96,39 Dollar. Das waren 86 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jha/bgf

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