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Optimismus fürs Wirtschaftsjahr 2004

Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Jean-Pierre Roth, hat das Erholungsszenario für die Schweizer Konjunktur 2004 bekräftigt.

Auch Serge Gaillard, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, blickt optimistisch in das neue Jahr.

In der Sendung "Trend" von Schweizer Radio DRS wiederholte Jean-Pierre Roth, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), am Samstag die Wachstumserwartungen von gut 1,5 Prozent.

Es gebe trotz Risiken klare Anzeichen, dass die Konjunktur in diese Richtung gehe. Nach Ansicht des obersten Währungshüters zeigen dies die Zunahme der Exporte und die Investitionsabsichten der Firmen.

Was die Arbeitslosigkeit betrifft, so ortete Roth Stabilisierungszeichen. Mit einer Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt rechnet er aber erst ab Mitte Jahr.

Keine Inflationsgefahr, stabiler Schweizer Franken

Die expansive Geldpolitik wird laut Roth fortgeführt. Man stehe am Anfang der Konjunkturerholung, und es gebe weltweit grosse Unsicherheiten. Eine Zinsanpassung sei zurzeit nicht nötig, eine Inflationsgefahr bestehe nicht.

Zur aktuellen Dollarschwäche stellte der Notenbankchef fest, dass dies ein gemeinsames Problem für alle Europäer sei. Es handle sich um ein von der Schweiz nicht beeinflussbares Problem. Der Schweizer Franken sei stabil.

Was allfällige Reklamationen von Schweizer Exporteuren betrifft, so stellte Roth in der bisherigen Phase vorerst keine solchen öffentlichen Reaktionen fest. Kontakte mit Firmen zeigten aber, dass die Dollarschwäche Probleme verursache.

Gute Chancen für Wirtschaftswachstum

Für Serge Gaillard, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), stehen die Chancen für eine Rückkehr zu einer wachsenden Wirtschaft gut. Dies schrieb Gaillard im "Tages-Anzeiger" vom Samstag.

Seine Erwartungen stützt er auf zwei Pfeiler: Die Weltwirtschaft, die sich erhole, und die Geldpolitik, die korrigiert werde.

In den letzten drei Jahren sei die Schweizer Exportwirtschaft nicht gewachsen, weil die Weltwirtschaft stagnierte. "Und die Geldpolitik erklärt die lange Stagnationsphase von 1991 bis 1996." Hohe Zinsen und eine starke Aufwertung des Frankens hätten damals jedes Wachstum in der Schweiz verhindert.

Gelinge es der Schweizerischen Nationalbank, eine Überbewertung des Frankens zu verhindern, dürfte die Schweiz in den nächsten Jahren vom weltwirtschaftlichen Aufschwung profitieren, schreibt Gaillard. "Und ab diesem Frühling könnte die Arbeitslosigkeit zu sinken beginnen."

Keine Sanierung, aber Reformen

Dass die Schweiz in den letzten 13 Jahren kaum gewachsen sei, liefere keinen Beweis dafür, dass das Land zu stark reguliert sei. Die Schweiz sei kein Sanierungsfall; fast nirgends auf der Welt werde so produktiv gearbeitet.

Doch die Schweiz brauche Reformen, damit der Aufschwung möglichst lange dauern könne. Nötig seien Investitionen in die Infrastruktur und mehr Geld für die Ausbildung. "Gleichzeitig muss die Konjunkturerholung genutzt werden, um die öffentlichen Finanzen wieder ins Lot zu bringen und die Schulden auf einem tiefen Stand zu stabilisieren."

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Für das Wirtschaftsjahr 2004 gibt es gleich von zwei Seiten optimistische Töne: vom Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Jean-Pierre Roth, und vom Chefökonomen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), Serge Gaillard.

Im Schweizer Radio DRS bekräftigte der Notenbankchef das Erholungsszenario für die Schweizer Konjunktur 2004. Und im "Tages Anzeiger" vom Samstag schrieb Serge Gaillard, die Chancen stünden gut für eine Rückkehr zu einer wachsenden Wirtschaft.

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